Firma Wolf investiert in Mainburg 18 Millionen

Für 18 Millionen Euro entsteht in Mainburg bis Ende 2024 ein Technologie Campus. Davon sollen nicht nur Wissenschaftler, sondern ganz konkret Betriebe, Handwerker und Studenten aus der Region profitieren.
Die Firma Wolf, auf dessen Gelände das Gebäude entstehen wird, kooperiert dabei mit der Technischen Hochschule Deggendorf. Das Thema nachhaltige Gebäudetechnik soll in den Räumen vorangetrieben werden.
Beim Spatenstich am Donnerstag für das Projekt war auch der bayerische Wissenschaftsminister Markus Blume im Einsatz. Er betonte in seiner Ansprache, dass es gut sei, dass Wissenschaftler nicht nur in ihrem Elfenbeinturm bleiben, sondern auch in die Regionen hinausgehen. Im Campus sollen Forschungsprojekte in Sachen Lüftungs- und Gebäudetechnik über die Bühne gehen. Der Vorsitzende der Wolf-Geschäftsführung Thomas Kneip, dessen Unternehmen den Millionenbetrag investiert, spricht von einer Vernetzung von Wissenschaft und Praxis. Er erklärt die Details des Projekts: In dem Gebäude, das 1500 Quadratmeter fassen wird, sollen zum Einen Schulungsräume entstehen. Dort sollen etwa Vertriebsmitarbeiter des Unternehmens an den im Betrieb gebauten Heiz- und Lüftungssystemen fortgebildet werden, aber auch Handwerker anderer Firmen, die diese Geräte später montieren und warten. „Wir wollen 10 000 Menschen pro Jahr dort schulen“, beschreibt er das Ziel.
Ingenieure für die Region Kelheim
Das zweite Stockwerk ist für die Forschung reserviert. Studenten der Technischen Hochschule aus Deggendorf sollen dort gemeinsam mit beteiligten Unternehmen aus der Industrie Forschung zum Thema nachhaltige Gebäudetechnik betreiben. Der Vizepräsident der Hochschule Professor Andreas Grzemba hofft nicht nur Innovation dadurch. Er will, dass damit Studenten in der Region gehalten werden können und sich für Unternehmen aus dem Landkreis interessieren. Das hofft auch Kneip – denn: „Es wird immer schwieriger, Ingenieure zu finden.“
Vorgesehen im neuen Gebäude ist darüber hinaus ein Ausstellungsbereich, in dem sich Besucher Produkte der Firma ansehen können. Angeschlossen daran wird ein Veranstaltungsraum für größere Anlässe. Das Unternehmen lässt sich das Projekt einiges kosten. Kneip spricht von 18 Millionen. Er rechnet damit, dass eine Million als Zuschuss von der Kreditanstalt für Wiederaufbau kommen wird, weil das Gebäude einen hohen Energiesparstandard aufweisen soll.
Arbeitsplätze für Mainburg entstehen
Grzemba freut sich über die sieben Millionen Euro, die vom Wissenschaftsministerium als Anschubfinanzierung für die Arbeit im Campus fließen sollen. Er ist guter Dinge, dass die Region auch ganz handfest etwas von dem Projekt haben werde. „Ich bin sicher, dass es gut funktionieren wird.“
So habe sich beim schon bestehenden Campus in Teisnach mittlerweile ein Industriegebiet angesiedelt mit 200 Arbeitsplätzen. Sowohl Bürgermeister Helmut Fichtner als auch Landrat Martin Neumeyer betonten in ihren Grußworten die Bedeutung des Projekts für den Landkreis.