Überraschungs-Auftritt: Tream begeistert Publikum bei Rock am Ring

Nach Gold für seinen Hit „Lebenslang“ hat Schwandorfs musikalisches Aushängeschild Timo Grabinger alias Tream den nächsten Meilenstein erreicht: Der selbst ernannte Schlager-Rapper aus Büchelkühn stand am Wochenende auf der Bühne bei Rock am Ring – einem der größten Musikfestivals Deutschlands. Dabei tauchte sein Name im offiziellen Programm gar nicht auf.
Denn der 24-Jährige trat am Freitag als Überraschungsgast auf. Zusammen mit Rapper Finch (mehr als drei Millionen monatliche Hörer auf Spotify) performte er bei dessen Auftritt den brandneuen, gemeinsamen Song „Liebe auf der Rückbank“ und brachte das Publikum zum Ausrasten.
Es war etwa 23.30 Uhr, als Finch auf der Mandora Stage einen Song ankündigte, der zuvor noch nie live performt worden war. „Ich freue mich, einem aufstrebenden Künstler, der in ein bis zwei Jahren sowieso selbst hier stehen wird, diese Bühne zu geben“, sagte Finch in Richtung des Publikums. Und das staunte nicht schlecht, als dann der Oberpfälzer mit seinem signifikanten, weiß-blau karierten Halstuch auf die Bühne rannte.
Tream und Finch gaben auf der Bühne alles
Und nach einer kurzen Begrüßung ging es dann auch schon los: „Die Sterne ziehen vorbei, Lichtgeschwindigkeit, Augen riesengroß, weil es wieder schneit. Das ist Liebe auf der Rückbank. Ich hoff’, wir werden nie mehr nüchtern“, sangen die beiden Musiker und hatten das Publikum sofort auf ihrer Seite. Tream und Finch sprangen auf der Bühne zu treibenden Beats und Bässen, steckten in den Dreiminüter ihr ganzes Herzblut, ehe nach dem letzten Ton tosender Applaus einsetzte. „Unfassbar“ und „Danke für alles, Finch“, sagte ein sichtlich gerührter Timo Grabinger ins Mikrofon, als er den Rapper umarmte und die Bühne wieder verließ. „Ich sage Euch, er wird hier bald stehen“, antwortete Finch und ging zu seinem nächsten Song „Direkt Bock“ über.
„Es war wirklich Wahnsinn“, schwärmt Grabinger am Montag nach seinem großen Auftritt am berühmten Nürburgring. Dort spielte er nicht vor ein paar Hundert, sondern vor mehreren Zehntausend Menschen. Nervosität war da natürlich mit dabei. „Aber das ist auch gut so, dann kommt das Adrenalin und dann kann gar nicht mehr so viel schiefgehen, weil man dann sehr konzentriert ist“, erklärt der junge Musiker.
Grabinger: „Das war für mich eine riesen Ehre“
Als Rapper Finch ihn kontaktierte und fragte, ob Tream selbst den neuen gemeinsamen Song live bei Rock am Ring präsentieren möchte, musste der Schwandorfer nicht lange überlegen. „Das war für mich eine riesen Ehre, Finch hat mich schon lange inspiriert“, sagt Grabinger mit Blick auf dessen Album Dorfdisko, das 2019 erschien.
Dass eines seiner Idole auf der Bühne dann auch noch so nette Worte für ihn übrig hatte, habe ihn „total gerührt“. Und wer weiß: Vielleicht hat Tream mit seinem Auftritt ja wirklich eine erfolgreiche Bewerbung für einen Solo-Auftritt im nächsten Jahr abgegeben. „Ich bin sehr zufrieden mit meiner Leistung und würde auf jeden Fall zusagen, wenn es eine konkrete Anfrage für Rock am Ring geben sollte“, so Grabinger.