Prüfeninger Schlossgarten: Regensburger Sport-Legende steigt im Biergarten ein

Viele haben sich an dem Biergarten im Westen versucht, doch diesmal wollen die Betreiber im Prüfeninger Schlossgarten einen Mix aus Traditionsbetrieb, Kulturstätte und Veranstaltungsort etablieren.
DerPrüfeninger Schlossgarten wird als Biergarten wiedereröffnet. Das ist nicht selbstverständlich: Die vergangenen Jahre erlebte die Gastronomie in historischer Umgebung ein Auf- und Ab. Doch am 1. Mai eröffnet der Biergarten wieder. „In den letzten Sommern war der Prüfeninger Schlossgarten nur für Veranstaltungen geöffnet“, heißt es von Seiten des Betreibers. Und weiter: „Dieses Jahr gibt es zusätzlich zu unseren Events wieder einen öffentlichen gastronomischen Sommerbetrieb in Form eines Biergartens!“
Der neue Wind in dem Gebäude, das dem Fürstenhaus von Thurn und Taxis gehört, folgt einer erfolgreichen Reihe von Veranstaltungen, die schon während der Corona-Pandemie begonnen hat. Werner Zapf, der auch die Gastronomie im Degginger betreibt, steckt zusammen mit Johannes Damjantschitsch hinter dem neuen Konzept für den im Sommer gerade bei Radlern sehr beliebten Biergarten.
Rasanter Pächterwechsel
In den vergangenen Jahren aber gab es bewegte Zeiten. 2010 trennte sich der Sizilianer Guido Mondi im Streit von der Brauerei Kneitinger, die damals den Biergarten verpachtete. Der Regensburger Koch Peter Schlegl übernahm, allerdings nicht für sehr lange. Es folgte der Berliner Axel Franke, der im Biergarten das zuließ, was für viele in einen solchen gehört: Die Gäste durften Speisen selbst mitbringen.
Manche rückten damals allerdings mit ganzen Buffets an. Auf Franke folgten die damaligen Wirte des Alten Schlachthofs, dann kamen Ole Ott und Stephan Kappl, die allerdings ebenfalls 2019 aufgaben. Zapf und Damjantschitsch nutzen das Gelände im Prüfeninger Schloss seit 2021 dann seither für Veranstaltungen: Unter anderem wurde eine Eisbahn etabliert, während der Pandemie fanden hier Veranstaltungen und Konzerte statt. Die beiden Wirte halten aber an einer Tradition fest, die in Bayern sogar in der Biergartenverordnung geregelt ist. Im Selbstbedienungsbereich eines Biergartens, also dort, wo man sich die Maß an der Theke selbst holen muss, ist das Mitbringen von eigenen Speisen erlaubt.
Und das bleibt auch so: „Außerdem dürft ihr natürlich – wie es gute Biergartentradition ist – auch eigene Brotzeiten mitbringen“, heißt es von Seiten der Wirte.
Gastronom Werner Zapf sagt, dass 1500 Gäste in den Biergarten passen. Ebenso viele Gäste können ein Konzert besuchen. Die Bühne steht und bleibt stehen. „Wir sind auch im Gespräch mit Alex Bolland, ob er wieder Veranstaltungen bei uns machen möchte“, sagt Zapf. Zwei Konzerte im Sommer stehen bereits: Der Sänger John Butler kommt ebenso wie das Rap-Duo Dicht und Ergreifend.
„Grundsätzlich ist der Biergarten immer geöffnet, außer montags“, sagt Zapf. Unterbrochen wird das nur durch Veranstaltungen auf der Bühne.
Auch Montessori-Schule nutzt den Garten
Zapf ist sich sicher, dass das neue Konzept funktionieren kann. „Wir haben hier auch noch die Montessori-Schule, die einen Teil des Innenbereichs für die Mittagsversorgung der Kinder nutzt“, so Zapf. Zudem sei der Plan auch, dass man, wie schon im letzten Winter, die Fläche im Schlossgarten auch in der kalten Jahreszeit bespielt. „Die Eisflächen haben sehr gut funktioniert, vor allem in Sachen Gruppenbuchungen für das Eisstockschießen“, sagt Zapf. Ausgebaut wird noch der Kinderspielbereich. Die Kleinen sollen beispielsweise eine „Matschküche“ bekommen.
Ex-Eisbär ist mit an Bord
Mit an Bord beim Schlossgarten ist noch eine Sport-Ikone, die ihren Lebensmittelpunkt nun auch nach der Profikarriere hinaus nach Regensburg verlagert: Igor Pawlow, der frühere Eisbären-Trainer und Eishockey-Ikone, steigt laut Zapf im Schlossgarten mit ein – das Winterprogramm dürfte also auch gesichert sein.