Ein Bart für „Bürgermeister MarKuss“: Neues vom Kötztinger Schlagersänger und Rathauschef

Von Christina Hainzinger-Feigl · 22. April 2023 um 10:50

„MarKuss dein Bart gefällt mir besser als vorher. Bekomme ich bitte eine Autogrammkarte?“ – Diesen Brief fand Bürgermeister Markus Hofmann dieser Tage im Briefkasten. Geschrieben offensichtlich von einem Kind, unterschrieben mit „Noah“. Noah ist nicht der Einzige, dem auffiel, dass „MarKuss“ jetzt Bart trägt.

Richtig, „MarKuss“: Seit kurzem performt Bad Kötztings singender Bürgermeister unter diesem (neuen) Künstlernamen. Leider stand auf Noahs Brief kein Absender. Und so hat Hofmann den Brief auf seine Facebook-Seite gestellt, um seinen jungen Fan zu finden und ihm den Wunsch nach einem Autogramm erfüllen zu können. Hinter neuem Namen und neuem Stil steckt ein neuer Musikproduzent – Armin Pertl, der auch mit Nicole, Ireen Sheer, Andy Borg oder Wolfgang Petry zusammenarbeitet(e). Hofmann wollte sich künstlerisch weiterentwickeln und streckte vergangenes Jahr seine Fühler nach „noch namhafteren Produzenten“ aus.

Ein witziges Wortspiel

Armin Pertl gefiel Hofmanns Stimme. Er erkannte dessen Potenzial, wollte aber einen anderen Namen für den Sänger statt wie bislang „Marcus Hofmann“. Zunächst habe man an „Der Bürgermeister“ als Künstlernamen gedacht, unter dem schon ein anderer Schlagersänger aufgetreten war. Dieser sei mittlerweile gestorben, tauche aber bei der Internetsuche nach wie vor auf, erzählt Hofmann. Dann die Idee mit dem Wortspiel: „Bürgermeister MarKuss“ – „das ist witzig und sympathisch und oft nennen mich auch Kinder so – Bürgermeister Markus. Und ich bin ja der Bürgermeister, da muss ich mich nicht verstellen.“

Im Frühjahr erscheint die neue, mittlerweile 6. Single des singenden Bürgermeisters. Für das Cover, aber auch für zukünftige Produktionen vermittelte Armin Pertl den Schlagersänger an den Profi-Fotografen Georgiew Nikolaj. Anfang März nahm sich Markus Hofmann einen Tag Urlaub und fuhr mit dem Zug zum Foto-Shooting nach Hannover. Vier Wochen vorher aber hatte ihn Stylistin Julia Anklam bereits gebeten, er solle sich doch bitte einen Bart wachsen lassen. Auch beriet sie ihn, welche Kleidung er sich für das Shooting kaufen sollte. Die trägt Hofmann übrigens auch jetzt noch, nach dem Shooting, als Bürgermeister. Anklam habe ihm gesagt, sie sehe seinen Typ als „italienisch angehaucht“ – auch deshalb der Bart.

Das Shooting selbst dauerte den ganzen Nachmittag und machte Markus Hofmann sehr viel Spaß. „Das war eine tolle Chance, mit solchen Profis zu arbeiten, die sonst mit prominenten Leuten zu tun haben.“ Ein Foto des Shootings ziert das Cover der neuen Single, von der MarKuss den Titel noch nicht verraten will. Die anderen wird er nach und nach veröffentlichen oder verwenden – ausgenommen eines, das der Sänger bereits als neues Profilbild in den sozialen Netzwerken verwendet. Es zeigt ihn mit Bart und Lederjacke. Und siehe da: „Seit ich das Foto ausgetauscht habe, habe ich 500 Hörer mehr auf Spotify.“ Das sei eben auch ein Teil der Wahrheit – dass nicht nur die Musik, sondern auch Äußerlichkeiten zählten.

Nur positive Reaktionen

Dass die Veränderung seines Äußeren, sprich der Bart, so hohe Wellen schlagen würde, damit hätte der Bürgermeister nicht gerechnet. Vielleicht ein, zwei Leute hätten ihn nicht gut gefunden, „das verdirbt doch dein schönes Gesicht“... Und der Rest: nur positive Reaktionen. Er habe sich zwar früher schon überlegt, sich einmal einen Bart wachsen zu lassen, aber noch nie einen getragen. Jetzt trägt er ihn drei Millimeter kurz, muss nur alle fünf Tage mit dem Rasierer „drüber gehen“, „das ist also auch pflegeleicht“.

Das Foto von Noahs Brief auf Hofmanns Facebook-Seite wurde mittlerweile 50 Mal geteilt. Er hofft, dass sich der Bub noch bei ihm meldet – gerne auch wieder mit einem Brief in seinem Briefkasten.

Erfolg als Schlagersänger

Veröffentlichungen:Anfang der 2000er veröffentlichte Markus Hofmann alias „Bürgermeister MarKuss“ erste Studiosongs und trat in Liveshows mit vielen Schlagergrößen auf. Hier lernte er den Radiomacher Claus Weikel kennen, der vor zwei Jahren „Unser Lied war der Bolero” für ihn schrieb. Es folgten Spitzenplätze in Rundfunkhitparaden in Deutschland, der Schweiz, Österreich, Belgien und den Niederlanden. Inzwischen haben auch prominente Autoren-Teams (Axel Breitung/Mark Bender/Marvin Trecha) den Interpreten entdeckt. Mit den Titeln „Wer, wenn nicht du?”, „Wenn die Liebe schlafen geht” oder „Hörst du die Sehnsuchtsmelodie” schaffte er es sogar mehrere Wochen in die Mallorca-Mega-Charts. Die neue Single ist zusammen mit den Erfolgsautoren Armin Pertl und Alexander Scholz entstanden und erscheint im Frühjahr 2023.

Vor zwei Jahren sahen die Studio-Fotos des Schlagersängers noch ganz anders aus... -Foto: Foto Baumann
Diesen Brief fand Markus Hofmann in seinem Briefkasten. -Foto: Christina Hainzinger-Feigl