Was sich im Neumarkter Freibad für die Besucher nach der Sanierung ändert

Zuletzt ging es im Stadtrat vor allem um die deutlich gestiegenen Kosten für die Sanierung des Freibads. Was aber bekommen die Badegäste dafür geboten und ab wann? Stadtwerke-Geschäftsführer Dominique Kinzkofer klärt auf.
Manches, was mit der Sanierung einhergeht, werden die annährend 200000 Badegäste jedes Jahr nicht direkt mitbekommen. Etwa die neue Technik für die Wasseraufbereitung, für die eigens ein neues Gebäude gebaut werden muss. Anders sieht es beispielsweise bei der Beckenauskleidung aus.
Bislang waren die Badegäste Fließen gewohnt, künftig werden sie in glänzendem Edelstahlbecken schwimmen. „Den einen wird es gefallen, anderen nicht“, ist Kinzkofer auf Kritik vorbereitet. Allerdings spreche für Edelstahl, dass es im Unterhalt wesentlich günstiger sei als Fließen.
Badegäste im Neumarkter Freibad erwarten künftig Strömungsliegen
Das neue Material macht es aber laut Stadtwerke-Chef nötig, die Form des Becken leicht anzupassen. Gerade Linien werden an mancher Stelle die bislang geschwungenen ersetzen.
Neu wird auch der Beckenkopf – also der Bereich zwischen der Wasserfläche und dem umlaufenden Pflaster – aussehen. Er werde etwas mehr herausgehoben sein, sagt Kinzkofer, der dem ganzen Konzept das Prädikat „ästhetisch“ ausstellt.
Wellenrutsche ersetzt im Neumarkter Freibad eine Kinderkleinrutsche
Nicht nur etwas fürs Auge, sondern auch für den Körper sind die geplanten Strömungsliegen, bislang gab es nur Düsen in den Becken. An den Bahnen wird sich im Schwimmbecken nichts ändern, ist es Kinzkofer noch wichtig zu betonen.
Zum Konzept gehört auch eine neue, zweite Großrutsche. Diese sogenannte „Wellenbreitrutsche“ ersetzt eine Kleinkinderrutsche, deren Betrieb nicht mehr länger ohne großen Aufwand möglich gewesen wäre, wie Kinzkofer erklärt. Das Freibad hätte dort gemäß Vorgaben Aufsichtspersonal dauerhaft einsetzen müssen.
An der Stelle, wo die Rutschen ein eintauchen, werde etwas Fläche des Erlebnisbeckens abgeschnitten. Dadurch werde die Wasserfläche sich insgesamt etwas reduzieren, aber die real durch Badegäste genutzte Fläche nicht, sagt Dominique Kinzkofer.
Nicht gänzlich neu, aber überholt wird sich der Sprungturm nach der Sanierung präsentieren. Auch hier sind neue Sicherheitsbestimmungen der Anlass, um die einzelnen Sprungbretter neu anzuordnen.
Sanierung des Neumarkter Freibads geht über zwei Sommer
Das Freibad sei bislang schon gut, werde aber nach der Sanierung noch frischer und moderner aussehen, ist der SWN-Geschäftsführer überzeugt. Dazu gehören auch Details wie beispielsweise die Duschwannen bei den Brausen. Sie werden ersetzt durch leichte Bodensenken, die ästhetischer anzusehen und angenehmer zu durchlaufen seien, sagt Kinzkofer.
Bis das die Badegäste selbst erleben werden können, wird es aber noch etwas Zeit bedürfen. Die Stand jetzt rund 16,6 Millionen Euro teuren Bauarbeiten werden sich laut Kinzkofer über zwei Sommersaisons hinziehen. Der Fortgang sei jedoch abhängig davon, wie die Witterung im Winter Bauarbeiten zulässt. Starten sollen diese im nächsten Jahr. Der Badebetrieb solle dabei möglichst wenig beeinträchtigt werden, betont Kinzkofer.
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