Hobbyköche bei Eckert Küchen im Wettbewerb: Nina und Jessica waren spitze

Von Maria Frisch · 17. April 2023 um 05:00

„Der Wettbewerb war eine wahre Bereicherung“, schwärmten Nina Schmid und Jessica Daschner am Samstag nach Abschluss ihres Vorkochens im Fachgeschäft Eckert Küchen, während die Jury gerade ihr Gericht bewertete.

Die beiden Töchter des Hauses,Elena und Laura Eckert, und Küchenverkäuferin Beatrice Symanski waren nach eigener Aussage selbst überrascht, dass es auf die Ausschreibung bezüglich interessierter Hobbyköche rund zwei Dutzend Meldeeingänge gab, unter denen sie dann zwei aussuchen konnten, die am Samstag gegeneinander antraten.

90 Minuten Nervenkitzel

Erschwerend kam hinzu, dass die Zubereitung ihrer ausgeklügelten Rezepte in einer völlig fremden Küche geschah, und sie dabei Sternekoch Hubert Obendorfer überzeugen mussten. Zudem tickte die Uhr, denn die Zubereitungszeit war auf 90 Minuten befristet.

Obwohl die Kandidaten schon oft für Familie und Freunde Ausgefallenes auf den Tisch brachten, lösten besagte Voraussetzungen doch etwas Nervenkitzel aus, wie sie selbst zugaben. Schließlich sind sie keine Profis. Jeder Zuschauer sah sofort, dass sie mit Leidenschaft mit den regionalen und saisonalen Lebensmitteln umgingen und es ihnen geradezu ansteckenden Spaß und Freude bereitete. Die Aktivküche des Hauses ermöglichte den Akteuren ein ideales Betätigungsfeld und den „Topfguckern“ die Chance, alles hautnah mitzuerleben.

„Das Rezept zu kreieren war eigentlich die schwierigste Sache“, sagte Jessica Daschner und fügte hinzu: „Man muss stets die Frist von 90 Minuten im Hinterkopf behalten.“ Sie hatte ihre Freundin Nina Schmid aus Untertraubenbach eigentlich erst dazu gebracht, ihre Bewerbung für das Event abzugeben. „Nina hat schon immer gerne für Freunde gekocht – vorzüglich wie ich finde – und sie war die perfekte Anwärterin“, erklärte die 25-jährige Gleißenbergerin, die sich auch sofort zur Teamwork bereit erklärte.

Nina Schmid, die als Industriekauffrau arbeitet, lebt beim Kochen ihre unbändige Kreativität aus, wie sie selbst zugibt. Deshalb wandelt sie Rezepte gerne mit eigener Interpretation um. Das Duo zauberte exakt in der Kochzeit Rinderfilets Sous-Vide (niedrig gegart) sowie Bärlauch-Käsespätzle-Sushi, wobei sie die Wasabi-Creme in Bärlauch-Creme wandelten. Dazu kreierte das Duo noch Frühlingskräuterbutter mit Bärlauch, Frühlingszwiebeln und Schnittlauch. Nina Schmid achtet beim Einkauf sehr auf gute Qualität der Lebensmittel. „Bäcker und Metzger muss man unterstützen. Sonst gibt es die einmal nicht mehr.“

Die beiden Mädels servierten als Vorspeise noch einen weißen Spargelsalat auf Postelein-Salat, frisch vom Bauernhof, und Kirschtomaten, rotem Peperoni, Bärlauch, Radieschen, angemacht mit Oliven- und Trüffelöl. „Es war echt spannend, mit Nina in der Küche zu stehen“, gestand sogar ihre Freundin Jessica.

Duo siegt gegen Einzelkoch

Konkurrent war Jörg Binder aus Burglengenfeld, der als „Einzelkämpfer“ antrat. „Ich bin der Koch im Hause“, sagte er gleich einleitend, dass er seine Frau längst mit seiner Leidenschaft in der Küche abgelöst hat. Dass er sehr viel von der Materie versteht, bewies er auch gleich mit seinem Lammkarree mit Blumenkohlpüree und Soße, Sellerie-Karotten-Lauchgemüse und Topinambur-Chips. Der 43-jährige Verkaufsleiter in einem Autohaus liebt es, täglich frisch zu kochen .

Natürlich erwarteten die Teilnehmer selbst gespannt auf die Entscheidung der Jury. Die kürte schließlich das Duo Schmid/Daschner zu Siegern.

Jörg Binder aus Burglengenfeld bereitet sein Lammkarree vor.
Die Jury mit Sternekoch Hubert Obendorfer (l.) und Alois Eckert (Geschäftsführer und selbst Koch)