120 Quadratmeter Gourmetküche – Koch Daniel Siegl ist nach Umbau happy

Von Alexander Frimberger · 15. April 2023 um 20:00

Es ist vollbracht: Nach nur rund einem halben Jahr Bauzeit wurde aus der viel zu kleinen Küche des Restaurants Siegls im Tagungszentrum ATT ein wahrer Kochtempel. Was dort kulinarisch möglich ist, davon konnten sich die geladenen Gäste bei einer Küchenparty überzeugen.

„Die besten Partys finden in der Küche statt“, steht an der weiß gekachelten Wand, die früher das Reich von Gastronom und Koch Daniel Siegl auf 40 Quadratmeter beschränkte. Inzwischen ist ein Großteil der Wand verschwunden und ermöglicht es dem Küchenteam um Siegl, seiner Lebensgefährtin Monika Schönberger und Koch Michael Roßmann, der im März dazugestoßen ist, sich auf 120 Quadratmetern am Herd auszutoben.

Restaurant Siegls in Furth im Wald: Küchenparty kam gut an

Tatsächlich fand die Party am Donnerstagabend zum Großteil in der Küche statt. Rund 60 geladene Gäste, unter ihnen viele Further Stadträte sowie Verantwortliche am Bau beteiligter Firmen und Zulieferer, waren der Einladung gefolgt. Sie drehten eine interessierte Runde durch das neue Küchenreich und bedienten sich an den verschiedenen Vorspeisen. Im Anschluss wurde Rinderhüfte am Tisch serviert, und schließlich konnten die Gäste die Nachspeise wieder in der Küche abholen. Transparenz in der Küche, authentisch sein, das ist auch in Zukunft das Konzept von Daniel Siegl. Deshalb wurde im Restaurant ein großer Bildschirm installiert, auf dem Gäste in Zukunft miterleben können, was für sie auf den Teller gezaubert wird.

Weitere Küchenpartys, dann für zahlende Gäste, zum Beispiel am 28. April sowie Kochkurse sind in Zukunft geplant. „Es ist alles gut gelaufen“, lobte Siegl bei seiner Begrüßung die Arbeit in den verschiedenen Gewerken. „Es gab keine Verzögerungen, alle Firmen haben an einem Strang gezogen.“ Das bestätigte auch Marcus Hanff, Geschäftsführer der für das Tagungszentrum verantwortlichen Stadtwerke Furth im Wald. Sein Dank galt allen Beteiligten dafür, dass es gelungen ist, in einem guten halben Jahr „aus einer Kaffeeküche eine professionelle Küche zu schaffen.“ Reiner Plöderl vom ausführenden Architekturbüro PH2 fand es „wunderbar, dass dieser Termin heute zustande gekommen ist.“ Das Projekt sei nicht ganz einfach gewesen aber alle hätten zusammengehalten und an einem Strang gezogen.

„Heute geht ein Traum in Erfüllung: Diese Küche wollte ich schon lange“, bekräftigte ein glücklicher Küchenchef. Von Anfang an sei klar gewesen, dass die alte Küche zu klein war. Das wäre auch beinahe ein Ausschluss-Kriterium für die Übernahme des Restaurants gewesen. „Ich hätte die Stadthalle in Cham übernehmen können.“

Restaurant Siegls: Entscheidung für Furth im Wald statt Cham

Aber die Größe mit 800 Sitzplätzen hat ihn damals abgeschreckt. „Außerdem kannte ich Furth im Wald schon, deswegen hat es mich hierher gezogen.“ Letztlich aber war es Bürgermeister Sandro Bauer, der Siegl überzeugte, das Restaurant zu übernehmen. „Ich hatte eigentlich schon abgesagt, dann kam der Anruf von Sandro.“ Die Planungen für das Küchenprojekt, die ganz auf die Wünsche des Gastronomen zugeschnitten waren, starteten schon vor dreieinhalb Jahren. Aber dann kam erst einmal das Corona-Aus. Letztlich hat es jetzt aber doch zu einem glücklichen Ende geführt.

Die Kücheneinrichtung hat Siegl übrigens selbst bezahlt. Wie viel sie gekostet hat, möchte er lieber nicht sagen, aber ein paar Küchenpartys werden wohl noch stattfinden müssen, bis sie bezahlt ist.

Einen Bärlauchcappuccino mit Spargelschaum gab es auch für Bürgermeister Sandro Bauer.
Daniel Siegl lässt zum Dank Blumen sprechen.