Modernisierung geplant: Der Globus in Schwandorf verändert sein Gesicht

20.000 Kunden pro Woche, 80.000 Artikel im Sortiment und mehr als 300Mitarbeiter am Standort: Der neue Globus-Geschäftsleiter Christof Judenmann (55) gab bei einem Termin mit Schwandorfs Oberbürgermeister Andreas Feller (CSU) kürzlich nicht nur einen Einblick in die Statistik der Markthalle. Er kündigte auch Veränderungen an.
Judenmann ist eine erfahrene Kraft in der Globus-Gruppe. Seit 28 Jahren ist der gebürtige Regensburger schon im Unternehmen tätig. Zuvor hat er Betriebswirtschaftslehre (BWL) studiert. Als anno 1995 der Globus Am Brunnfeld im Schwandorfer Stadtosten eröffnet wurde, wirkte der heute 55-Jährige bereits als Trainee mit. Und so schließt sich irgendwie der Kreis, dass der Geschäftsleiter nach verschiedenen Stationen, darunter Neutraubling, Plattling und Zwickau, nahe zu seinen Regensburger Wurzeln zurückgekehrt ist. Seit August ist Judenmann der Chef am Standort in Schwandorf.
Ein großer Bereich für Spielwaren und Haushaltsgeräte
Und der hat es durchaus in sich, wie sich bei einem Rundgang durch die Markthalle zeigte. Auf 7900 Quadratmetern Fläche werden nicht nur Lebensmittel angeboten, es gibt auch einen knapp 3000 Quadratmeter großen Bereich für sogenannte Non-Food-Artikel, also beispielsweise Spielwaren, Haushaltsgeräte oder Bekleidung.
Und da sind noch die hauseigene Bäckerei und Metzgerei, die ständig für Nachschub in den Frischeregalen sorgen. Der Metzgerei steht Metzgermeister Michael Lindner vor. 19 Metzger und 23 Verkäuferinnen würden derzeit zu seinem Team gehören, wie der 42-Jährige berichtete. Die Produktion beginne morgens um 6Uhr. 50 bis 70 Schweinehälften und fünf halbe Bullen würden täglich in dem hauseigenen Betrieb zerlegt und verarbeitet werden. Bereits zur Ladeneröffnung um 8Uhr würde frisches Fleisch in den Regalen liegen. Selbst geschlachtet wird bei Globus übrigens nicht. Das Schweinefleisch erhalte man vom Vion-Schlachthof in Vilshofen, das Rinderfleisch vom Vion-Schlachthof Waldkraiburg. Mit Ausnahme der Salami würde man alle Wurstsorten selbst produzieren, erklärte Lindner.
„Scan & Go“ ist bei der Kundschaft immer beliebter
Längst hat auch in der Globus-Markthalle die Digitalisierung Einzug gehalten. Wie Geschäftsleiter Judenmann berichtete, erfreue sich der Service „Scan & Go“ immer größerer Beliebtheit. Hierbei können Kunden ihre Waren schon während des Einkaufs selbst mit einem Handscanner erfassen und so Zeit an der Kasse sparen. Und nicht nur das: Es gibt auch zwei Kassen, die vom Kunden selbst bedient werden können. Die ersten beiden Modelle haben sich bewährt, schon bald sollen weitere folgen.
Für Elektroautos sollen bis zu 36 Schnellladesäulen entstehen
Das ist aber wohl nur die kleinste Neuerung, die die Globus-Kunden demnächst feststellen könnten. Judenmann sprach von „einer relativ großen Liste“, die man nach und nach abarbeiten wolle. Man plane sämtliche Regale zu erneuern und den Markt so zu modernisieren. Außerdem sollen die Käse- und die Fischtheke umgestaltet werden und sich künftig in einer langen Linie mit Bäckerei und Metzgerei befinden. Vor dem Gebäude sollen zudem bis zu 36 Schnellladesäulen für Elektroautos entstehen. Der Zeitplan für all diese Maßnahmen ist noch unklar, doch Judenmann will die Projekte in den kommenden Jahren umsetzen.
Oberbürgermeister Andreas Fellerzeigte sich beeindruckt von der Globus-Markthalle und deren großer Eigenproduktion. „Der Markt ist sehr gut sortiert und wertet den Standort Schwandorf auf“, sagte der Rathauschef.

