Bayerwaldhof in Liebenstein stockt auf und der Bund baut eine kuriose Treppe

Im Bauausschuss der Stadt ging es um viele kleinere, private, aber auch um zwei große Projekte, die alle die Zustimmung fanden. Dazu gehörte auch, dass der Bayerwaldhof in Liebenstein seinen Bestand im Süd-West-Teil weiter aufstocken und großzügige Suiten einrichten will. Ähnliche Arbeiten waren bereits vergangenes Jahr vollzogen worden.
Erfreut nahmen die Stadträte die eingereichten Pläne zur Sanierung des Stuiberhofes in Steinbühl zur Kenntnis, die sogar den Abriss eines Stadels und dafür als Ersatz den Wiederaufbau eines historischen Holzhauses aus Niederbayern an selber Stelle vorsehen.
Kurios wurde es bei einem Bauvorhaben des Bundes an der Geodäsie. Dazu braucht der Bauherr keine Baugenehmigung im herkömmlichen Sinne, erklärte Stadtbauamtsleiter Christian Kopf. Darüber informiert werden müsse die Stadt aber schon. Bei einer Arbeitsstätten-Besichtigung sei festgestellt worden, dass die Neigung eines seit vielen Jahren bestehenden Treppenhauses zu steil sei: „Es fehlt um einen Zentimeter, um die es zu hoch ist“, erklärte Kopf. Der Bauherr habe daraufhin beschlossen, ein komplett neues Treppenaus zu errichten. „Typisch Deutschland...“, war da der Kommentar nicht nur eines Stadtrates, der sein Unverständnis zum Ausdruck brachte. Keine Probleme gab es beim Anbau eines Carports an eine Garage für Lastwagen in der Lehmgasse, die Umnutzung einer Wohnung an der Wettzellerstraße in ein Büro, ein geplantes Vierfamilien-Wohnhaus mit Tiefgarage am Schinderbuckel, wobei es hier für die Zufahrt eine Befreiung hinsichtlich der Wandhöhe bedurfte.
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Einer der Verbrauchermärkte an der Westumgehung will Feuerwerkskörper lagern, das verlangte nach einer Änderung des Brandschutznachweises. Ebenfalls befürwortet wurde der Ausbau des Dachgeschosses mit Anbau einer Treppe und Hackschnitzellager in Haus sowie der Bau von zwei Garagen – die stehen allerdings direkt an der Grundstücksgrenze, darum müssen die Nachbarn zustimmen. Verlängert wurden die bereits erteilten Genehmigungen zum Bau von Garagen am Schinderbuckel, die Nutzungsänderung eines Getreidespeichers als Wohnung in Arndorf, und der Bau eines Einfamilienwohnhauses in Weißenregen. Nicht öffentlich wurde die Brandschutz-Planung für das neue Parkhaus an IBU aus Kirchberg vergeben (11 000 Euro), die Inspektion von zehn Kilometern Kanalnetz der Stadt dieses Jahr an Kermer Kanalservice aus Zandt (30 000 Euro), und 8000 beziehungsweise 5000 Euro gehen an die Firma Gmeinwieser aus Lam für die alle vier Jahre notwendige Überprüfung der ortsfesten elektrischen Anlagen in Klär- und Wasserwerk. Die Firma Messtechnik Probst aus Zachenberg erhält 8000 Euro für ein Sauerstoff-Messgerät in der Kläranlage.
Bei der Wasser-Entsäuerung in Arndorf werden 62 000 Euro in den Stromanschluss investiert, in Kindergarten- und Krippe Arche Noah 10 000 Euro in die Ausstattung der Dachterrasse sowie 5000 Euro für Beschattungen und Spielgeräte im Außenbereich. Für 19 000 Euro wird die Beleuchtung am Kreisverkehr bei der Spielbank so ausgebaut, dass sie den Anforderungen für Fußgänger bei Nacht entspricht.
− wf