Förderung genehmigt: Rathaus, Stadthalle und Ratskeller in Neutraubling werden saniert

Seit mehr als zehn Jahren steht die Modernisierung von Rathaus, Ratskeller und Stadthalle schon auf der Agenda der Stadt. Jetzt kommt Schwung in die Sache.
Für das Projekt bekommt Neutraubling einen Zuschuss aus einem europäischen Förderprogramm. Mehr Energieeffizienz für kommunale Gebäude und Infrastruktur – das ist das Ziel des so genannten EFRE-Programms. EFRE steht für „Fördermittel aus Europäischem Fonds für regionale Entwicklung“. Damit bezuschusst der Freistaat Bayern gemeinsam mit der Europäischen Union Investitionen von Kommunen in den Klimaschutz mit bis zu 90 Prozent der förderfähigen Ausgaben, wie es in einer Mitteilung des bayerischen Bauministeriums heißt.
Budgethöhe noch unklar
Wie hoch das Budget für Neutraubling sein wird, steht noch nicht fest. Zunächst muss das Projekt konkretisiert werden und ein ausführlicher Förderantrag bei der Bezirksregierung vorgelegt werden. „Das Konzept müssen wir jetzt erstellen“, sagt Bürgermeister Harald Stadler. Erst danach erfolgt nach erneuter Prüfung des Antrags die „konkrete Mittelzuteilung“, wie das Bauministerium weiter mitteilt.
Bei Stadler ist die Freude aber schon jetzt groß: „Wir sind froh, dass wir die Zusage bekommen haben.“ Im kommenden Frühjahr könnten die Arbeiten starten. Der Zeitplan ist straff: Die EFRE-Projekte müssen nach Auskunft des Bauministeriums bis Ende 2028 fertiggestellt und abgerechnet sein. Geplant sind in Neutraubling demnach Maßnahmen an der Gebäudehülle, die Renovierung der Fenster sowie die Umstellung der Heiztechnik auf erneuerbare Energien mittels einer Grundwasser-Wärmepumpe und ergänzt durch Solarthermie für Warmwasserbereitung. Im Zug der energetischen Sanierung sollen laut Stadler auch weitere Renovierungsarbeiten angepackt werden, die nicht durch die Förderung abgedeckt sind – zum Beispiel eine Aufstockung des Rathauses im hinteren, bisher nur ebenerdigen Teil.
Die Sanierung des Gebäudekomplexes ist im Moment mit 8,5 Millionen Euro im laufenden Investitionsplan (bis 2026) eingespeist. Im aktuellen Haushalt sind bereits Maßnahmen vorgesehen, die teilweise auch im nun zugesagten EFRE-Programm enthalten sind. Unabhängig von EFRE sind nach Angaben von Stadtsprecherin Christina Ott aber die Brandschutzmaßnahmen in Höhe von 70 000 Euro „Die Sanierung läuft schon seit mehreren Jahren und ist nahezu abgeschlossen.“ Die Erneuerung der Saalbeleuchtung für rund 25 000 Euro soll dagegen mit Fördergeld verwirklicht werden. „Ich hoffe, dass die Summe von 8,5 Millionen Euro plus der Förderzuschuss ausreicht, um alles umzusetzen“, so der Bürgermeister.
Insgesamt 178 Projektvorschläge aus ganz Bayern haben sich laut Bauministerium um eine EFRE-Förderung beworben. 48 Millionen Euro stehen dafür zur Verfügung. „Vorzeigeprojekte“ in 26 bayerischen Kommunen bekamen den Zuschlag.
Auch Regensburg profitiert
Neben Neutraubling kommt auch die Stadt Regensburg zum Zug. Dort wird die energetische Sanierung des Neuen Rathauses gefördert. In der Oberpfalz wurden außerdem noch drei Vorhaben in Ebnath, Pressath und Schwandorf ausgewählt – auch dort werden Rathäuser und Stadthallen modernisiert.