Chefs Culinar: Pilsacher Bürgermeister klärt über „Fake News“ auf

Von Mittelbayerische Zeitung · 3. April 2023 um 14:45

In Pilsach kursieren offenbar falsche Gerüchte über die Ansiedlung von Chefs Culinar – unter anderem, dass das Unternehmen insolvent sei. Bürgermeister Andreas Truber klärt über ihm zu Ohren gekommen „Fake News“ auf und legt den aktuellen Stand des Bauvorhabens dar.

Wie dem Rathauschef zu Ohren gekommen sei, würde unter anderem verbreitet, dass das Kieler Unternehmen insolvent sei, obwohl es das bisher beste Geschäftsjahr verzeichnet habe. Das sagte Truber bei der ersten Bürgerversammlung im Sportheim in Litzlohe. Ein weiteres Gerücht im Umlauf sei, dass nun doch nicht mehr in Pilsach gebaut würde, da es zu teuer geworden sei.

Chefs Culinar: Baukosten für Niederlassung in Pilsach steigen

Wie der Gemeindechef bestätigte, seien die Baukosten tatsächlich mittlerweile gestiegen, jedoch ändere das nichts am Vorhaben. „Wir haben Probleme“, erklärte Truber dazu. So hätte die Modellierung des Gebietes vier Monate länger gedauert als geplant, da kein Material zu kriegen war. Auch sei beim Bauantrag schon einiges schief gelaufen und mittlerweile warte man neun Monate auf die Genehmigung.

In Sachsen-Anhalt plane Chefs Culinar ein vergleichbares Projekt, welches die Gemeinde Pilsach mittlerweile überholt habe, denn dort hatte es mit der Genehmigung nur dreieinhalb Monate gedauert. Damit verschiebe sich der Baubeginn zwar etwas, doch nichts an der geplanten Ansiedlung an sich. Allgemein monierte Bürgermeister Truber die lange Wartezeit und Bürokratie bei Vorhaben in den Kommunen.

Nach langer Planungs- und Wartezeit soll nun auchdas neue Fahrzeug für die Freiwillige Feuerwehr Litzlohe kommen, hier ist die Abholung für November geplant. Nachgefragt hatten die anwesenden Bürgern auch zum Radweg von Wünn nach Litzlohe. Hier ist laut dem Gemeindechef einiges schief gegangen in den vergangenen anderthalb Jahren. Eigentlich sollte in diesem Jahr spätestens mit den Arbeiten begonnen werden, gerade weil auch die Förderung zeitlich begrenzt sei. Der Antrag auf Verlängerung sei bereits gestellt und es könnten noch kleinere, Maßnahmen in diesem Jahr passieren. Doch die vorbereitende Planung sei immer noch nicht abgeschlossen.

Pilsach investiert 2023 drei Millionen Euro weniger

Mehr Details wollten die anwesenden Bürger auch zum Haushalt der Gemeinde erfahren. Hier informierte der Gemeindechef, dass für 2023 Investitionen in Höhe von rund 6,58 Millionen Euro geplant seien, damit rund drei Millionen Euro weniger als im Vorjahr. Vor einigen Wochen habe der Gemeinderat eine Haushaltsklausur abgehalten, um die Finanzen der Gemeinde „nach unten“ zu korrigieren. Das Ergebnis daraus werde in eine der kommenden Sitzungen besprochen und hoffentlich auch verabschiedet. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Gemeinde sei zum Ende 2022 im Vergleich zum Vorjahr leicht gesunken und liegt nun bei 1025 Euro.

Ein Bürger monierte die fehlerhafte Kommunikation in Bezug auf den Waldkindergarten in Litzlohe. Zum einen hätten die Beteiligten des Bürgerantrags kein Rederecht in der Sitzung erhalten. Zum anderen habe es wohl Gespräche mit der Lebenshilfe gegeben, doch diese Info sei nicht weitergegeben worden. Wie Truber betonte, sei es grundsätzlich so, dass es in Versammlungen kein Rederecht außerhalb des Gemeinderates gebe und die Verhandlungen mit der Lebenshilfe hätten später stattgefunden, da er zum angesprochenen Zeitpunkt März noch gar nicht Gemeindechef war.

− nmk