Mit diesem Projektierer will Kelheim bei Ihrlerstein einen Windpark realisieren

Von Beate Weigert · 31. März 2023 um 11:00

Die Entscheidung für den Projektierer mit dem Kelheim einen Windpark im Stadtwald bei Ihrlerstein realisieren will, ist gefallen.

Den Zuschlag erhielt der „Big Player“ unter den drei Aspiranten. Die Firma Max Bögl aus Sengenthal bei Neumarkt in der Oberpfalz.

Man habe intensiv mit den drei Bewerbern gesprochen und sich intern abgestimmt. Nun gehe es darum, „die Entscheidung transparent und öffentlich zu treffen“, sagte Bürgermeister Christian Schweiger am Mittwochabend im Stadtrat. Ohne eine Wortmeldung aus den Fraktionen oder eine Zusammenfassung der internen Diskussion wurde abgestimmt. 24:1 votierte das Gremium für eine Zusammenarbeit mit Bögl.

Das sind die nächsten Schritte

Da es sich um eine Entscheidung mit „großer Tragweite“ handle, sei es wichtig, dass eine große Mehrheit hinter ihr stehe, merkte Schweiger an. Erneuerbare Energien hätten immer ein Für und Wider.

Auf unsere Nachfrage am Donnerstag erklärt Kelheims Bürgermeister das weitere Vorgehen. Zwar wolle die Stadt schnell vorankommen, aber auch nichts „überstürzen“. Nach Ostern sollen Gespräche anlaufen, um einen Projektvertrag mit Bögl abzuschließen. Dann gehe es darum, den Vorbescheid für einen Windpark anzustoßen. Denn ob womöglich der nahe militärische Flughafen in Manching Auswirkungen auf die Kelheimer Windpark-Pläne habe, entscheide sich in dem Verfahren.

Die Machbarkeit bezüglich Schutzgebieten sei bereits festgestellt. Und auch das nötige Vogel-Gutachten solle bald anlaufen.

Christian Schweiger: Entscheidung fiel intern „sehr knapp“

Auf die Nachfrage unserer Zeitung sagt Schweiger weiter, dass man sich in den Fraktionen gut beraten habe. Es habe auch Nachtreffen mit allen Bewerbern gegeben. Neben Bögl hatten sich die Windkraft 18 GmbH aus Bayreuth sowie und die UKA Umweltgerechte Kraftanlagen GmbH & Co. KG aus Straubing beworben. Die Entscheidung sei intern „sehr knapp“ ausgefallen, so Christian Schweiger. Im Grunde zwischen zwei Projektierern. Auch die Firmengröße sei ein entscheidendes Kriterium gewesen.

Am Donnerstag, 30. März, wollte Schweiger auch Ihrlersteins Bürgermeister Thomas Krebs über die Entscheidung informieren.