Minoritenhof: Ein Betriebswirt schwingt den Kochlöffel mit der Sterne-Prominenz

Rinderbraten mit Mohn und Olive oder asiatisches Blutwurst-Gröstl: Was Martin Kagerer in seinem Restaurant „Zwischengrün“ auf Gut Minoritenhof auf die Karte setzt, klingt nach Kreativität und Experimentierfreude. Doch hier steht kein gelernter Koch am Herd.
Kagerer ist Betriebswirt und hat fast schon durch Zufall seine Passion gefunden. Inzwischen kocht er mit den Besten seiner Branche. So kommt im Herbst Zwei-Sterne-Koch Tim Raue zu einem Gourmetabend von der Berliner Spree an die Donau.
Eröffnung im Corona-Jahr
„Kochliteratur zählt schon lange zu meinen Leidenschaften, und Kochbücher verschlinge ich wie Thriller“, sagt der 50-jährige Kagerer. Die professionelle Organisation der Küche habe er sich in den Anfangsjahren bei seinen angestellten Köchen abgeguckt. Als Betriebswirt und Bankkaufmann hat er auch die finanzielle Seite stets im Blick, wobei die Übernahme des Restaurants im Minoritenhof zunächst unter keinem guten Stern stand. Denn die Eröffnung war mitten im Corona-Jahr 2020. Doch von seinem Weg ließ sich Kagerer trotz der widrigen Umstände nicht abbringen und machte das Beste daraus. „Catering ist bei uns mittlerweile ein wichtiger Geschäftszweig. Und zwar ohne jegliche Werbung – nur durch Mundpropaganda“, betont er. Ab diesem Jahr übernimmt sein Restaurant, das seit 2022 den Namen „Zwischengrün“ trägt, auch das Catering für die Hochzeiten im Gut Grafenried.
In der Regensburger Gastronomieszene war Kagerer bereits zuvor kein Unbekannter: 2013 eröffnete er das „Wirtshaus zum Goldenen Fass“, 2016 kam im Nachbargebäude „Wilderer´s Deifeskich“ dazu. In der Küche stand er zunächst nicht. Doch dann kam es zu einem personellen Engpass und der Selfmade-Koch musste mit anpacken. Er selbst entdeckte seine Leidenschaft für die Profi-Küche und die Gäste waren voll des Lobes. So fand zusammen, was zusammen gehört.
2020 verguckte sich Kagerer, wie er sagt, bei einem Picknick-Ausflug in das Restaurant Minoritenhof, übernahm es und entschied sich 2022 – passend zum angrenzenden Golfplatz – für den neuen Namen „Restaurant Zwischengrün“.
Ein Faible für Fleisch
Als Credo für seine Küche hat Kagerer ausgegeben: „Wir legen größten Wert auf eine ehrliche, transparente Küche mit keinerlei Konvenienz.“ Zutaten dürfen dabei gerne aus der Region kommen, müssen es aber nicht.
Am heutigen Donnerstag startet er in die neue Saison, auch wenn noch ein paar Schneeflocken und Regen den Golfplatz unbespielbar machen. 40 Gäste kann er im Restaurant bewirten, 150 Plätze stehen in der Lobby zur Verfügung. Bei schönem Wetter gibt es eine Terrasse mit Blick auf das Grün. „Menschen in familiärem Ambiente zum Essen einladen, ins Gespräch kommen, im besten Fall Freundschaften schließen“ – so stellt er sich einen gelungenen Abend im „Zwischengrün“ vor. Kagerer selbst hat ein Faible für die Zubereitung von Fleisch. Konditorin und Restaurantleiterin Sarra Flowers-Stigge ist für die süßen Spezialitäten zuständig. Als ruhigen Pol an seiner Seite nennt Kagerer Astrid Laumer, mit der er zusammen auf dem Minoritenhof lebt.
Und weil Kochen im gemeinsamen Austausch besonders viel Spaß macht, setzt Kagerer auch die gemeinsamen Abende mit Spitzenköchen fort. Und wie man hinter vorgehaltener Hand hören kann, ist Kagerer inzwischen selbst ein Fall für die Gastro-Tester. Der Guide Michelin will wohl demnächst vorbeischauen.
Das sind die Promiköche, die Kagerer eingeladen hat:
2. Mai:Heiko Antoniewicz / „In meiner Welt geht es um ursprüngliche Formen des Kochens, aber auch um Tiefe und Vielfalt.“
6. Juli:Ludwig „Lucki“ Maurer / „Fleischpapst“, Koch, Kochbuchautor, Metal-Bassist und Züchter von Bio-Wagyu-Rindern / Küchenchef des „Stoi“
25. Juli:Maria Groß / Küchenchefin der „Bachstelze“, Erfurt / 2013 jüngste Sterne-Köchin Deutschlands
12. August:Max Strohe / Küchenchef im „tulus lotrek“, Berlin / 1 Michelin-Stern
1. Oktober:Tim Raue / „Am Ende geht es doch einfach darum, den Teller ablecken zu wollen.“ / Küchenchef u. a. im „Restaurant Tim Raue“ / 2 Michelin-Sterne /
Die Gäste erwartet ein sechs bis sieben Gänge-Menü, das je nach Wetterlage im romantischen Innenhof oder im Restaurant serviert wird. Pro Person kostet der Abend 175 Euro, bei Tim Raue beträgt der Preis 225 Euro und bei Max Strohe 195 Euro (jeweils exkl. Weinbegleitung). Reservierung unter der Rufnummer 09 41–46 39 38 31 31 oder per Mail unter post@zwischengruen.restaurant.
Alle Köche und Köchinnen sind nicht nur innerhalb der Gourmetszene bekannt und vielfach ausgezeichnet, sondern auch im Fernsehen erfolgreich.
Die Gäste erwartet ein zwanglos schöner Abend mit sechs bis sieben erlesenen Gängen, die je nach Wetterlage im romantischen Innenhof oder im Restaurant serviert werden.
Pro Person kostet der Abend 175 Euro, bei Tim Raue beträgt der Preis 225 Euro und bei Max Strohe 195 Euro (jeweils exkl. Weinbegleitung). Reservierung unter der Rufnummer 09 41 - 46 39 38 31 31 oder per Mail unter post@zwischengruen.restaurant.


