Erster Entwurf für den Hundertwasser-Turm in Abensberg gefiel nicht

Von Mittelbayerische Zeitung · 22. März 2023 um 05:00

Der Hundertwasser-Turm in Abensberg, Investitionen in Bad Gögging, die Varroa-Milbe und die Ortsversammlungen in Sandharlanden und Holzharlanden beschäftigten die MZ-Redakteure im Landkreis Kelheim.

Vor 20 Jahren:Die erste Version des 50 Meter hohen Hundertwasser-Turms lag bereits auf dem Tisch. Und wurde bereits wieder verworfen. Denn das außenliegende Fluchttreppenhaus, bei der verworfenen 70-Meter-Version Nebensache, dominierte den kompletten Bau. „Der Anbau wäre 7,20 Meter breit gewesen, der Schaft des Hauptturms nur noch sieben Meter.“ Das hätte bedeutet, dass von vielen Standorten aus, Hundertwassers Kunstwerk hinter dem Beton- und Stahlgestell verschwunden wäre. Jetzt plante Leonhard Salleck das „reine Kunstwerk“ bauen zu können.

Es war an einem regnerischen Tag anno 1985, als er dem stellvertretenden Geschäftsführer des Zweckverbandes Erich Griebl „in die Hände fiel“, erinnerte sich Armin Lebmann, Investor Nummer eins in Bad Gögging. Nur drei Jahre später wurde die erste Rehabilitationsklinik seiner Gruppe „Passauer Wolf“ im neuen Kurzentrum eröffnet. Nun nahm Lebmann das fünfjährige Bestehen als Gelegenheit, allen zu danken, die zum Aufwärtstrend des Hauses, in dem bisher 350.000 Übernachtungen registriert wurden, beigetragen hatten. Inzwischen war das Bad neben Bad Griesbach und Bad Feilnbach „Schwerpunkt Nummer eins unter unseren Investitionen“, so Lebmann. Denn es blieb nicht bei Reha I. Eine Tiefgarage und die zweite Klinik folgten auf dem Fuße, welche 1994 eröffnet werden sollte.

Auf der Kreisversammlung der Imker in Kelheim wurde bekannt, dass die Varroa – eine Milbe, gegen die es bisher kein Bekämpfungsmittel gab und die für die Bienenhaltung im gemäßigten Klima durch die Beunruhigung im Winter das Aus bedeutete – in Rieden südlich von Amberg festgestellt wurde. Von dort sollten auch Bienen nach Dietfurt verkauft worden sein. Weltweit wurden über 60 Mittel eingesetzt, die aber zu keinem Erfolg führten.

In den Ortsteilen Sandharlanden und Holzharlanden fanden Ortsteilversammlungen statt. Bürgermeister Kistler gab einen Rückblick auf das Geschehen des Jahres 1972, das von drei Ereignissen geprägt war: Von der freiwilligen Eingliederung von vier Gemeinden in die Stadt Abensberg, von der Bürgermeister- und Stadtratswahl und von der Bundestagswahl. Auch die Probleme und Aufgaben in den Ortsteilen kamen zur Sprache, unter anderem In Holzharlanden ging es darum, einen Standort für ein öffentliches Telefonhäuschen und ein Schulbus-Wartehäuschen ausfindig zu machen.