Im Regensburger Traditionslokal Chaplin werden künftig Burger serviert

Nach langer Schließung steht das Comeback einer Regensburger Gastro-Institution bevor: Ins Chaplin zieht neues Leben ein.
Nicht nur den zahlreichen Besuchern der Kurzfilmwoche im Ostentor-Kino ist es dieser Tage aufgefallen: Das Chaplin-Gebäude ziert seit Kurzem ein Gerüst. „Das hat aber nichts mit dem Lokal zu tun, die Fassaden-Sanierung habe ich unabhängig davon in Auftrag gegeben“, sagt dazu Michael Stark, Inhaber der Immobilie und Geschäftsführer der Italienische Espresso Barbetriebs-GmbH.
Doch tatsächlich hat er auch zum Lokal Neues zu vermelden, er hat nämlich einen Partner zur Wiederbelebung der traditionsreichen Gaststätte gefunden: Es ist die „Hamburgerei“, eine in München ansässige Burger-Kette.
Sechs Restaurants dieses Namens gibt es bereits. Vier davon sind in München selbst (in den Stadtteilen Maxvorstadt, Haidhausen, Schwabing, Pasing) beheimatet, je eines in Augsburg und Ingolstadt. Nummer sieben eröffnet demnächst in Kempten, danach folgt Regensburg. Ob der ins Auge gefasste Starttermin im April zu halten ist, kann Stark zwar nicht sicher sagen – doch auf ein paar Wochen mehr oder weniger kommt es nach einer langen Phase der Schließung auch nicht mehr an.
Schon im vergangenen Herbst hatte der Hauseigentümer betont, sich bei der Auswahl des künftigen Gastro-Konzepts dienötige Zeit zu nehmen und auf einen Schnellschuss zu verzichten. Wer Wirt im Chaplin werden wolle, müsse ein tragfähiges Konzept parat haben und auch eine gewisse wirtschaftliche Solidität mitbringen – andernfalls werde es zu keinem Vertragsabschluss kommen, sagte er damals.
Von der „Hamburgerei“ ist Stark nun vollauf überzeugt. „Das ist ein cooles Konzept mit einem finanzkräftigen Partner“, freut er sich. Die „Hamburgerei“ selbst bezeichnet sich als „Das ehrliche Burger-Restaurant“, das sich darauf beruft, statt auf Massen- oder Industrieware auf regionale Nahrungsmittel und hausgemachte Produkte zu setzen. Mit dieser Philosophie will das Unternehmen nun in Regensburg Fuß fassen, wo die Burger-Welle schon seit etlichen Jahren schwappt und wo man einige Anbieter nicht nur kommen, sondern auch bereits wieder gehen hat sehen.
Ob der Name „Chaplin“ bleiben kann, erscheint übrigens fraglich. Die Burger-Kette hat nämlich auch ein Namenskonzept, demzufolge stets die Stadt oder der Stadtteil Pate steht. Daher spricht auch Karsten Grünberg, Geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, von der „Hamburgerei Regensburg“. Charlie Chaplin könnte es wohl verschmerzen. Wichtig ist eh nur, dass das Lokal mit seinem herrlichen Biergarten aus dem Dornröschenschlaf erwacht.