Bürgerversammlung: Wasserpreis und fehlende Bauplätze beschäftigen die Brucker

Von Agnes Feuerer · 16. März 2023 um 19:00

Wie hoch steigt der Wasserpreis noch? Was tut der Markt gegen den Mangel an Bauplätzen? Diese Fragen stellten Brucker bei der Bürgerversammlung in Sollbach. Zur Sanierung der Küche im Gasthaus Zur Post nahm Bürgermeisterin Heike Faltermeier von sich aus Stellung.

Mit der Veranstaltung in Sollbach hat in Bruck die Reihe der Bürgerversammlungen begonnen. Im voll besetztem Gerätehaus informierte Bürgermeisterin Heike Faltermeier über die neuesten Entwicklungen in der Marktgemeinde.

Aktuell hat Bruck 4526 Einwohner und mit 420 Einwohnern ist Sollbach der größte Ortsteil. Zum Stand 24. Februar wohnten acht syrische und 39 ukrainische Flüchtlinge in Bruck. Faltermeier berichtete, dass 2022 vier Urnenstehlen im Friedhof errichtet wurden und man dazu übergegangen sei, aufgelassene Grabstellen im alten Friedhof zu Urnen-Erdgräbern umzuwandeln.

Erklärung zur Sanierung der Küche

Dann erläuterte die Bürgermeisterin kurz den Haushalt der Gemeinde. Bei den wichtigsten Investitionen 2022 nannte sie Ausgaben für die Feuerwehren, die Schule, die Kinderspielplätze, das neue Kinderhaus oder den Erwerb von Grundstücken. Da es in der Bevölkerung viel Kritik an der Sanierung der Küche im Gasthaus Zur Post gab und laut Faltermeier öfter mal von „Mauschelei zu Gunsten des Wirts“ die Rede sei, stellte sie klar, dass das Gewerbeaufsichtsamt die alte Küche und das Drumherum moniert habe und man deshalb handeln musste.

Unter der Überschrift Personal erinnerte Faltermeier auch an den Tod von Altbürgermeister Hans Frankl. Zur Arbeit des Bauhofs informierte sie, dass die Männer im vergangen Jahr unter anderem 23 Rohrbrüche reparieren und 40 Hausneuanschlüsse erstellen mussten. Vor allem der Rohrbruch am Gipfelberg in Sollbach sei eine logistische Herausforderung gewesen. Die Wasserwerker merkten, dass eine große Menge an Wasser fehlte und der Fehler irgendwo in Sollbach liegen müsse. Erst mit Hilfe der Feuerwehrdrohne konnte die Stelle gefunden und repariert werden.Zur Sanierung des Hochbehälters auf dem Silberberggab Faltermeier einen Sachstandsbericht und stellte ähnliche Maßnahmen vor, die 2023 noch geplant sind.

Lob für die neue Einsatzkleidung der Feuerwehr

Die Bürgermeisterin stellte die neue Einsatzkleidung der Feuerwehren vor. Dazu betonte ein Mitglied der Sollbacher Wehr, dass diese nicht nur besser aussehe, sondern auch zweckmäßiger und wärmer sei als die alte. Bilder wurden zum Umbau des Gerätehauses in Sollbach und vom Kneippbecken im Freizeitzentrum gezeigt.

Auch das Ferienprogramm für die Kinder, die Angebote für Senioren, die Segnung des neuen Kindergartenbusses und dieErnennung von Markus Binder zum Rektor der Grund- und Mittelschulewaren Thema. Der neue Rektor sei sehr bemüht, dass die Brucker Schule an Attraktivität gewinne, um die Schülerzahlen zu steigern, so die Bürgermeisterin. Da es in Bruck nur eine offene Ganztagsschule gebe, könnten viele Bodenwöhrer Kinder, die eigentlich die Brucker Schule besuchen müssten, nach Neunburg gehen, da es dort die Gebundene Ganztagsschule gebe.

Derzeit keine 8. Klasse in Bruck

Aktuell besuchen 231 Kinder in Bruck die Grund- und Mittelschule. Wegen Schülermangels gebe es in diesem Jahr keine 8.Klasse in Bruck. Insgesamt nutzen 52 Schüler die Nachmittagsbetreuung, die von der Gemeinde kostenlos angeboten wird. Ebenfalls kostenlos oder sehr günstig können laut Faltermeier die Kindergarten- und Kitaplätze angeboten werden, da es vom Freistaat Bayern pro Kind eine Förderung von 100 Euro gebe und ein durchschnittlicher Platz im Kindergarten etwa 90 Euro koste. Ein Kitaplatz sei etwas teurer, doch mit rund 25Euro Selbstbeteiligung halte sich dieser Beitrag für die Eltern auch in Grenzen.

Weitere Themen waren Photovoltaik-Anlagen, Breitbandausbau und die Förderung von Kleinprojekten wie der Hundewiese durch das ILE-Projekt. Die Bürgermeisterin blickte auch zurück auf Feste im vergangenen Jahr. Absolute Höhepunkte seien das Deutsche Trachtenfest und das Bürgerfest gewesen.

Bei der anschließenden Fragerunde wollte ein Bürger wissen, wie hoch in den nächsten Jahren der Wasserpreis steigen werde. Dies, so Faltermeier, müsse der Marktrat entscheiden, aber eine Steigerung auf bis zu 2,60 Euro sei durchaus realistisch.

Dann wurde der Mangel an Bauplätzen angesprochen. Dies sei nicht so einfach, so Faltermeier. Der Markt stehe zwar in Verhandlungen mit Grundstücksbesitzern, aber momentan wolle niemand verkaufen. Auch der Radweg nach Sollbach sei nur dann realisierbar, wenn die Grundstückseigentümer den dafür erforderlichen Grund verkauften.

Im vollbesetzten Gerätehaus stand Bürgermeisterin Heike Faltermeier Rede und Antwort. -Foto: Agnes Feuerer