Slow Food Genussführer: Hotel Post in Berching wurde ausgezeichnet

Bewusst regionales Essen genießen: Das ist, vereinfacht gesagt, Slow Food, die Gegenbewegung zu Fast Food. Das Hotel Post in Berching hat sich diesem Gedanken verschrieben. 2022 wurden Christian und Denise Amrhein dafür ausgezeichnet.
In unserer kleinen Serie, in der wir die teilnehmenden Betriebe der Berchinger Aktion „Cittaslow – leichte Frühlingsküche“ (läuft noch bis 19.März) vorstellen, ist heute die Post an der Reihe.
Das Hotel-Restaurant hebt sich von anderen Gaststätten in Berching ab, indem es seit 2022 im Slow Food Genussführer gelistet ist. In diesem Buch, das ein Projekt von Slow Food Deutschland ist, werden circa 450 Gasthäuser in ganz Deutschland erwähnt, die die Slow Food-Prinzipien „gut, sauber, fair“ täglich umsetzen und mit regionalen und frischen statt mit Convenience-Produkten kochen.
Im Fall der Post in Berching heißt das konkret: Die Lebensmittel kommen aus der Region. Wurst und Fleisch stammen etwa von Metzgern aus Berching, Forellen und Saiblinge bekommt die Post aus Biberbach und Beilngries. Zudem bietet die Post Juradistl-Lamm und Juradistl-Weiderind an, um nur wenige von zahlreichen Lieferanten aus der Region zu nennen.
Hotel Post in Berching steht für Slow Food
Für Geschäftsführerin Denise Amrhein sind aber nicht nur regionale Erzeuger wichtig, um das Motto „Slow Food“ zu leben. „Slow Food muss auch zum Restaurant passen“, findet Amrhein. Sie meint damit auch das Gebäude.
Und das passt ihrer Meinung nach in der Post in Berching sehr gut. Als das denkmalgeschützte Gebäude vor wenigen Jahren renoviert wurde, sei es ihr wichtig gewesen, möglichst viel vom historischen Bau zu erhalten Nach aufwendigen Renovierungsarbeiten konnten die Amrheins Ende 2019 mit der Post ihr zweites Restaurant eröffnen. In Beilngries leiten sie das Hotel Fuchsbräu.
Die Amrheins führen Fuchsbräu und Hotel Post
Sowohl mit dem Fuchsbräu als auch mit der Post sind die Amrheins im Slow Food Genussführer gelistet. Auch im neuesten Genussführer für 2023/24 sind beide Restaurants wieder dabei. Um darin aufgenommen zu werden, muss man vorgeschlagen werden. Dann wird man anonym getestet. Nur, wer diese Probe besteht und nachweisen kann, dass er regional einkauft, kann in den Genussführer aufgenommen werden.
„Nachhaltigkeit ist uns besonders wichtig“, sagt Amrhein. Nicht nur ökologisch, sondern auch sozial und wirtschaftlich. Unter sozialer Nachhaltigkeit versteht die Geschäftsführerin des Familienbetriebs auch einen fairen Umgang mit den Mitarbeitern.
Dieser ist ihr ebenso wichtig wie das Bewusstsein zu schulen, gesunde und regionale Lebensmittel zu verarbeiten.