Es gibt Widerstand in Abensberg gegen weiteren Kiesabbau

Ein Unternehmen will im Bereich Arnhofen auf 4,4 Hektar über einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren Quarzkies abbauen. In Abensberg stößt dieses Vorhaben auf deutliche Skepsis.
Das Bergamt Südbayern, das laut Bürgermeister Uwe Brandl (CSU) über den Antrag darüber entscheiden muss, hat die Kommune um eine Stellungnahme gebeten. Die fällt eindeutig aus: Der städtische Bauausschuss hat sich jetzt mit großer Mehrheit dagegen ausgesprochen.
Die fraglichen Flächen liegen an der Straße von Offenstetten nach Arnhofen gegenüber des Wertstoffhofes. Laut Antrag sind nach den Worten von Bauamtsleiter Peter Schmid acht Bauabschnitte angedacht. Bis 16 Meter tief in den Boden hinein soll demnach gegraben werden. Auf Nachfrage aus dem Gremium erklärte Schmid, dass der Grundwasserspiegel dort bei vier Meter Tiefe liege.
Danach soll in Arnhofen wieder ein Wald entstehen
Nach dem Abbau sollen die abgegrabenen Bereiche mit sogenanntem Z0-Material verfüllt werden, das mit keinerlei Schadstoffen belastet ist. Geplant sei, danach dort einen Mischwald entstehen zu lassen.
Peter Probst (Freie Wähler) erinnerte in der Sitzung des Bauausschusses, dass es jetzt schon Debatten um eine Umgehungsstraße in Offenstetten gibt, weil derzeit schon viele Fahrzeuge in der Region unterwegs sind. Auch sein Fraktionskollege Harald Hillebrand befürchtet, dass die Zahl der Lastwägen durch den Abbau steigen würde. Dazu sei zu bezweifeln, ob die notwendige Menge an Auffüllmaterial aus der Region kommen könne. Es sei hier wohl eher mit Lieferverkehr von weiter her zu rechnen.
Ein anderes Gremiumsmitglied hat Befürchtungen, dass sich die tiefen Abgrabungen auf die Statik der nahen Ortsverbindungsstraße auswirken. Die müsse laut Brandl selbstverständlich gesichert werden.
Es gab im Gremium aber auch Stimmen, die sich für das Projekt aussprachen. Ulrich Glamsch (CSU) sprach davon, dass Baufirmen oft Material von weit her auf Baustellen karren müssten. Ein Abbau vor Ort würde regionalen Unternehmern sicherlich helfen. Ähnlich äußerte sich Brandl.
Mehr Platz für die Realschüler in Abensberg
Grünes Licht dagegen erhielt ein Antrag, an der Realschule Container aufzustellen, um darin fünf Klassenzimmer unterzubringen. Auf Nachfrage der Mittelbayerischen erklärt dazu der Konrektor Thomas Daffner: „Wir hatten in den vergangenen Jahren immer wieder Platzprobleme.“ So habe man mittlerweile die Hälfte des Kunstsaales und einen Musiksaal für Klassen freigeräumt. Es sei nicht zu erwarten, dass der Platzbedarf in den kommenden Jahren sinke, noch dazu, weil mehr Differenzierungsunterricht als früher angeboten werde.
Die Container werden laut Daffner auf dem Pausenhof aufgestellt. Damit für die Schülerinnen und Schüler in den Pausen trotzdem genügend Platz vorhanden ist, wird der bisherige Fußballplatz umfunktioniert. Das sei verschmerzbar, weil für den Sportunterricht die beiden Stadion nicht allzu weit entfernt lägen. Geschaffen werden muss zudem eine neue Feuerwehrzufahrt.
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