Dammbau: Der SV Sallern nimmt die Einschränkungen gelassen

Trotz schwieriger Situation begleitete gute Laune den Jahresempfang des SV Sallern. Der Termin im Vereinsheim war aufgrund eines Wasserschadens verschoben worden – und dort füllten sich gestern die Reihen etwa zur Hälfte.
Ein besonderes Augenmerk galt Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer, die über die aktuellen Entwicklungen im Stadtnorden berichtete. Neben den laufenden Maßnahmen zum Hochwasserschutz im Abschnitt Sallern, von denen der Verein direkt betroffen ist, war auch der Stand zur Sallerner Regenbrücke im Interesse der Teilnehmer. Die Rückfragen bezüglich des Dammbaus hielten sich in Grenzen – auch deshalb, weil der Verein seine Mitglieder gut darüber unterrichtet hatte.
Laut SV-Jugendleiter Detlef Staude müsse aufgrund der Bausituation derzeit „die eine oder andere Kröte geschluckt“ werden. Noch zur Verfügung steht der Hauptplatz, der teils von der Vereinsjugend zu Trainingszwecken genutzt werde. Bei den Herrenmannschaften habe der Spielbetrieb gerade begonnen – und den Heimspielbetrieb führe der SV Sallern ausweichweise auf der Bezirkssportanlage Nord durch.
Verhandlung mit Eigentümer
Wie die Lage in Zukunft aussieht, eröffnet sich durch einen Blick vom Balkon des Vereinsheims: Die beiden neuen Sportplätze des SV Sallern sind bereits im Bau und sollen mit Rasen (Großfeld) beziehungsweise Rollrasen (Kleinfeld) versehen werden.
Aufgrund eines Pachtverhältnisses ist der Verbleib des bestehenden Hauptplatzes noch nicht grundlegend geklärt. Wie die Oberbürgermeisterin sagte, verhandelt die Stadt darüber mit dem Eigentümer, dem Teile der Fläche gehören. Während der Bauphase der anderen beiden Plätze soll der Hauptplatz von allen SV-Jugendmannschaften für den Spielbetrieb genutzt werden. Staude führte aus, dass der Spielbetrieb der Jugendteams nach den Osterferien beginnt.
Der Hauptplatz bleibt vom Dammbau unberührt und somit in unmittelbarer Vereinsheim-Nähe. Die beiden neuen Plätze liegen weiter südlich. Die Hoffnungen des SV Sallern ruhen nun darauf, dass zumindest das Kleinfeld schon ab Mai bespielbar ist. Weil sämtliche Plätze zwischen dem Damm und dem Fluss Regen liegen, werden sie im Hochwasserfall als Überschwemmungsfläche genutzt.
Ball liegt bei der Regierung
Da Aufschüttungsarbeiten für den Damm bereits begonnen haben, lässt sich der Deichverlauf schon gut erkennen. Inmitten des Damms liegend, würden die Außenwände des Vereinsheims „wasserdicht verschlossen“. Ansonsten bleibe das Gebäude unverändert, sagte Staude auf MZ-Anfrage.
Bezüglich der Sallerner Regenbrücke teilte Oberbürgermeisterin Maltz-Schwarzfischer mit: „Die Bearbeitung liegt bei der Regierung der Oberpfalz“, aktuell laufe dort das Planfeststellungsverfahren. Somit habe die Stadt aktuell „keine Aufgabe, die sie erledigen müsste“. Sie könne nur abwarten. Hinsichtlich baldiger Ergebnisse sei die Stadtchefin „nicht sehr zuversichtlich“.
Zur Stadtbahn merkte eine Anwohnerin an, warum diese denn im Norden sein müsse, wenn doch genügend Buslinien fahren. Maltz-Schwarzfischer verteidigte das Großprojekt. Sie sagte: „Zusammen mit den Bussen können wir das schaffen, das jeder ans Ziel kommt.“
Für zentrale Abschnitte sehe das System vor, dass die Stadtbahn mehrere Buslinien ersetze. Grundsätzlich gehe die Stadtbahn-Planung mit einer „Optimierung des Bussystems“ einher. Da es noch nie so viele Fördermittel wie heute gegeben habe, sie jetzt der beste Zeitpunkt, das Projekt Stadtbahn anzugehen, so die Oberbürgermeisterin.