Viel Arbeit steckt im Vogelpark: Diese Neuerungen sind geplant

Seit fast zwei Jahren führen die Guttenbergers den Vogelpark in Abensberg (Landkreis Kelheim). Ein Projekt, in dem sich die ganze Familie einbringt. Und manchmal Schnappatmung bekommt – wegen Neuzugang Chico etwa.
Gänserich Gustav steht an der Scheibe und wartet: „Der hat noch nicht so richtig Anschluss gefunden“, sagt Simone Guttenberger. Gustav ist eines von rund 300 Tieren, die die Guttenbergers derzeit unter ihrer Obhut haben.
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Im Juni 2021 haben die Guttenbergers den Vogelpark übernommen, anfangs noch mit einem weiteren Partner. Mittlerweile wuppen nur die Guttenbergers den Park. Allein sind sie deshalb aber nicht. Denn der Park, das ist nicht nur ein echtes Familienprojekt, sondern die Guttenbergers haben auch tüchtige Angestellte, ohne die der Betrieb nicht möglich wäre.
Bald gibt es auch Stachelschweine im Vogelpark
Darunter auch fünf Tierpfleger. Für einen von ihn, Stefan Senft, ist die Stelle ein echter Glücksgriff. Senft kommt aus Abensberg, orientierte sich nach seiner Tierpflege-Ausbildung im Straubinger Zoo erst einmal beruflich um. Dass er jetzt, nach längerer Tierpflegerpause, wohnortnah seiner Leidenschaft nachgehen kann, freut ihn sehr. Senft hält Bambam, eine kleine Ziege, auf dem Arm. Er kennt die Tiere beim Namen, spricht mit ihnen und bringt auch neue Impulse mit ein: „Wir bekommen bald Stachelschweine“, sagt Maximilian Guttenberger, „das war Stefans Idee“.
Maximilian und Simone Guttenberger erinnert Park an Kindheit
Der Park, den die Guttenbergers schon seit Kindheitstagen kennen, der ist zur Herzensangelegenheit geworden, das merkt man schnell. Sowohl die Kinder Maxi und Martha als auch die Großeltern verbringen viel Zeit hier, packen mit an. Maximilian Guttenberger ist fast jeden Tag vor Ort und seine Frau wird künftig im Küchenstudio, dem Familienbetrieb, kürzer treten, um noch mehr Aufgaben im Vogelpark übernehmen zu können.
Die Arbeit, die geht nicht aus. Viel ist schon geschafft: Toiletten und Kiosk wurden erneuert, der Spielplatz und auch die Küche samt angeschlossener Wirtsstube sind neu. Noch sind nicht alle Arbeiten abgeschlossen. Aber zu Ostern soll das erfahrene Gastropärchen Brandl, bekannt aus dem Segafredo, den Betrieb samt Biergarten, die „Woidwirtschaft“, übernehmen.
Stammtisch oder Kindergeburtstage
„Dann können die Eltern sich hier zum Stammtisch treffen oder frühstücken, während die Kinder mit den Tierpflegern losziehen“, so Maximilian Guttenbergs Idee. Auch Kindergeburtstage können dann hier gefeiert werden.
Im Park selbst müssen sämtliche Volieren und Zäune erneuert werden: „Am Anfang dachten wir, das schaffen wir in einem Jahr, aber wir werden eher zwei bis drei Jahre brauchen, um alles zu erneuern. Und wenn wir dann fertig sind, geht es von vorne los“, sagt Maximilian Guttenberger.
Gehege sind größer geworden
Viel hat sich verändert seit der Übernahme: Gehege sind größer geworden, die Vogelschau gibt es nicht mehr: „Wir wollten aus Tierschutzgründen darauf verzichten“, so die Guttenbergers. Dafür gibt es neue Adler, um die sich ein Falkner kümmert.
Immer wieder kommen neue Tiere hinzu, über Auffangstationen oder andere Zoos. Auch Ara Chico lebt noch nicht lange im Vogelpark: „Mama, der Chico ist draußen“, ruft Maxi aufgeregt. Der Vogel hat zum ersten Mal seinen beheizten Unterschlupf verlassen, „da kriege ich gleiche eine Gänsehaut“, meint Mama Simone. Auch einiges an Nachwuchs gibt es, wie beispielsweise das kleine Zicklein Sia, das aussieht, als trage es eine Fliege. Das Zicklein ist rund eine Woche alt und springt fröhlich herum, misst sich schon mit anderen Ziegen.
Entscheidung nicht bereut
Dazwischen liegen zwei Hängebauchschweine: „Auf denen schlafen die kleinen Zwergzicklein auch gerne mal“, erzählt Maximilian Guttenberger schmunzeld. Die Tiere und der Park, die sind den Guttenbergers sehr ans Herz gewachsen. Der Park, der macht viel Arbeit, bereut haben sie ihre Entscheidung bisher aber nicht.
Eine Oase im Welschenbach-Wäldchen
Nicht nur Gefieder:Unter den rund 300 Tieren befinden sich nicht nur Vögel, sondern auch Säugetiere, wie Hängebauchschweine, Ziegen, Kamerunschafe oder Lamas sowie elf Kängurus. Viele der Tiere haben die Guttenbergers mit dem Park übernommen, aber es kommen immer wieder neue dazu.
Öffnungszeiten:Ab März ist der Park in den Ferien, außer montags, von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Fällt ein Feiertag auf einen Montag, dann ist auch der Park geöffnet. Außerhalb der Ferien ist montags und dienstags zu.



