Neuer Klinikums-Vorstand steht fest – Fragen zu freigestelltem Vorgänger bleiben jedoch

Der neue Vorstand des Klinikums Neumarkt heißt Markus Graf. Der Verwaltungsrat habe am Donnerstag dem Vorschlag der Sozialstiftung Bamberg zugestimmt, teilt das Klinikum mit. Unsere Zeitung hat indes bei der Sozialstiftung wegen der Freistellung René Klingers nachgehakt.
Dieser war am 13. Februar abberufen worden. Landrat Willibald Gailler hatte Ende vergangener Woche angekündigt, dass ein Nachfolger binnen 14 Tagen präsentiert werden soll. Das haben die Sozialstiftung Bamberg, die das Klinikum für den Landkreis leitet, und der Verwaltungsrat mit Graf geschafft.
Der 43-Jährige war zuletzt seit 2015 Direktor Pflege- und Patientenmanagement bei der Sozialstiftung Bamberg und Geschäftsführer der Psychiatrischen Tagesklinik Bamberg-Forchheim. Zuvor durchlief er eine klassische Pflegeausbildung und absolvierte neben seiner pflegerischen Tätigkeit je ein Studium des Pflegemanagements und der Wirtschaftswissenschaften. Als Krankenpfleger arbeitete Graf am Städtischen Klinikum München sowie am Krankenhaus Martha-Maria in Nürnberg. Am Bezirksklinikum Mittelfranken fungierte er knapp sechs Jahre als Pflegedienstleiter.
Sozialstiftung Bamberg äußert sich nicht zu Fragen über freigestellten Klinikums-Chef
Damit ist die Nachfolge von René Klinger geregelt, die Gründe für dessen Ablösung bleiben aber weiter hinter dem vereinbarten Stillschweigen verborgen, auf den Landkreis und Sozialstiftung bei näheren Nachfragen verweisen.
So richtete unsere Zeitung vergangene Woche schriftlich mehrere Fragen an den Vorsitzenden der Sozialstiftung, Xaver Frauenknecht. Sie blieben zum Großteil unbeantwortet. Unter anderem lautete eine Frage, ob durch den unvorhergesehenen Wechsel zusätzliche Kosten für das kommunale Unternehmen Klinikum und damit für die öffentliche Hand entstehen? Auch zur Frage, ob die Kritik aus der Belegschaft an Klinger oder unterschiedliche Ansichten bei der personellen Entwicklung der Service GmbH eine Rolle bei der Entscheidung gespielt hätten, gab es keine Antwort. Ebenso wenig auf die Frage, ob mit dem Wechsel an der Spitze sich etwas am Kurs des Hauses ändern wird. Letzteres werden wohl erst die kommenden Monate zeigen.
