Hickhack zwischen CSU und UPW um die Feuerwehren in den Ortsteilen

Von Mittelbayerische Zeitung · 24. Februar 2023 um 16:15

In einer Pressemitteilung hat die CSU-Fraktion ein höheres Tempo bei der Ertüchtigung der Ortsteilfeuerwehren gefordert. Die UPW verweist aber auf den Feuerwehrreferenten aus der CSU.

Zur Ertüchtigung und Erweiterung des Feuerwehrhauses Pölling hat die CSU-Stadtratsfraktion per Pressemitteilung gefordert, die Instandsetzung sämtlicher Ortsteilfeuerwehren im Stadtgebiet Neumarkt endlich zügig umzusetzen. Schließlich sei – abgesehen von einer einzigen Ausnahme – in den letzten Jahren zu diesem Thema nichts geschehen und das trotz anders lautender Aussagen seitens der Stadtspitze.

Feuerwehrreferent Reinhard Brock führt in der CSU-Mitteilung aus: „Nach der Auflage des aktuell immer noch gültigen Feuerwehrbedarfsplans aus den Jahren 2015/16 war davon die Rede, nach und nach jährlich wenigstens eine Ortsteilfeuerwache zu ertüchtigen. Tatsächlich ist jedoch, wenn man mal von Lippertshofen absieht, in den letzten Jahren überhaupt nichts passiert.“

Nachhaltigkeit auch für die Feuerwehren in Neumarkt

Eine Feuerwehr könne ihren Dienst für die Allgemeinheit nur dann vollumfänglich leisten, wenn sowohl die Sicherheit der Feuerwehrleute am Standort als auch der reibungslose Ablauf eines Einsatzes gewährleistet seien. „Eine Stadt wie Neumarkt, die sich so sehr der Nachhaltigkeit verschrieben hat, sollte beim Thema ‚dauerhafter Brandschutz für die Bürgerinnen und Bürger‘ nicht hinter den eigenen Ansprüchen zurückbleiben“, ergänzt CSU-Stadtrat Roland Kuss.

Fraktionsvorsitzender Marco Gmelch geht noch einen Schritt weiter: „So sehr die jetzigen Maßnahmen für das Feuerwehrhaus in Pölling zu begrüßen sind – sie hätten eigentlich schon längst umgesetzt sein müssen.“ Dasselbe gelte für den Feuerwehrbedarfsplan, dessen Fortschreibung die Christsozialen schon seit längerer Zeit einfordern. „Wer eine dauerhaft und überall leistungsfähige Feuerwehr will, muss sich um deren nachhaltige Instandhaltung kümmern.“ Das betreffe auch alle elf Feuerwachen in den Ortsteilen Neumarkts, so Gmelch.

UPW: Ein Eigentor der CSU?

Erstaunt zeigte man sich bei der UPW über die Forderungen der CSU. Immerhin sei der eigentlich zuständige Feuerwehrreferent bei den Christsozialen verortet, teilt die UPW-Fraktion mit. So könne man sich auch ein Eigentor schießen. Es seien immer UPW-Vertreter gewesen, die sich stattdessen veranlasst sahen, sowohl in Pölling als auch in Holzheim vor Ort Gespräche mit den Kommandanten zu führen und die Umsetzung des anstehenden Umbaus mit der Bauverwaltung voranzutreiben. Man müsse eben „klotzen, nicht nur kleckern“, dann gehe auch was voran, so die UPW. Man wolle das aber auch nicht überbewerten. „Wir sind froh, dass es vorangeht und durchdacht geplant ist“, äußerte Jakob Bierschneider.

− kg