Martin Richter: Die Arbeiten für die Landesgartenschau 2025 sind im Soll

Von Alexander Frimberger · 17. Februar 2023 um 05:00

Alles im Soll in Bezug auf die Landesgartenschau Furth im Wald 2025 (LGS), so kann man das Gespräch mit Martin Richter zusammenfassen. Und als Geschäftsführer der Bayerischen Landesgartenschauen muss er es ja wissen.

Seine Aussagen sollen Mut machen, positiv in die LGS-Zukunft zu schauen – obwohl dies für manche Further vielleicht nicht ganz so einfach ist, wenn man derzeit auf die Reste der Baumfällarbeiten blickt.

Landesgartenschau 2025 ist ein Kraftakt

Eine Landesgartenschau ist eine große Infrastrukturmaßnahme, sagt Richter. Das ist in Furth im Wald natürlich nicht anders. Im Gegenteil ist die Stadt ein gutes Beispiel „für den Prozess, in den wir einsteigen.“ Das ist es auch, was ihn am meisten begeistert. „Durch diesen Prozess wird unglaublich viel in Furth im Wald angeschoben. Mich begeistert darüber hinaus die Weitsicht von Bürgermeister Sandro Bauer.“

Natürlich ist das Ganze ein Kraftakt. Dabei ist die Erfahrung der Landesgartenschau wichtig, weil eine Stadt das alleine gar nicht stemmen kann. „Immerhin bewegen wir über 20 Millionen Euro.“

Auch die häufig aufkeimende Kritik, man sei viel zu spät dran, die LGS-Anlagen könnten nicht mehr rechtzeitig fertig werden, kennt Richter. Das ist wohl in den allermeisten Städten so, wenn er sagt: „Bis jetzt sind noch immer alle Landesgartenschauen fertig geworden.“ Der stresserprobte Geschäftsführer ergänzt: „Es ist häufig so, dass die Bagger hinten rausfahren, wenn vorne der Ministerpräsident spricht.“

Wie auch Herwig Decker und Robert Sitzmann, die beiden Geschäftsführer der LGS Furth im Wald, schon mehrfach betont haben, sieht Richter 2025 als Initialzündung. In Zeiten des Klimawandels besonders wichtig: „Wir machen die Städte fit für die Zukunft.“ Flächen werden entsiegelt und keine weiteren neuen Flächen versiegelt. Wasseraufbereitung ist ein Thema und Bewusstsein für die Natur schaffen. Ein Hauptthema ist auch für die Landesgartenschau Furth im Wald die Bürgerbeteiligung: „Wir sind auf den Bürger angewiesen, er muss aktiv mitgestalten“, sagt Richter. Events und Partys, Vereine die sich präsentieren, vieles ist denkbar. „Auch für die einzelnen Ortsteile ist das eine Gelegenheit, aktiv zu werden.“ Ebenso denkbar: Einzelne Bürger, die sich einfach nur an der Pflege des Geländes beteiligen wollen. „Es wird ein großes Bürgerprojekt werden.“

Furth im Wald: Viele Übernachtungsgäste

Noch etwas prophezeit Richter: Im Gegensatz zu anderen Landesgartenschauen, die vor allem Tagesgäste haben, findet er schon, „dass Furth im Wald ein attraktiver Standort für eine Reise oder ein langes Wochenende ist.“ Der Further Drachenstich und das Mittelalterfest Cave Gladium sind nur zwei Beispiele den LGS-Besuch mit dem Besuch weiterer Attraktionen zu verbinden.

Die Hofer-Insel am Donnerstag: Weitgehend baumfrei. -Foto: Frimberger