Neue Verbindung: Der Regensburger Elektrobus Emil fährt bald in den Osten

Von Juliana Ried · 16. Februar 2023 um 05:00

Das neue Kunstpark-Areal im Regensburger Kasernenviertel bekommt eine Busverbindung. Und auch im Dörnbergviertel und für Großprüfening verbessert sich der Öffentliche Personennahverkehr.

Emil soll vorfühlen: Das Stadtwerk will zunächst den relativ kleinen Elektrobus auf eine neue Linie in den Stadtosten schicken. Das Dörnbergviertel dagegen ist zu groß geworden für den Bus mit 14 Sitzplätzen und 25 Stehplätzen. Es bekommt eine bessere Verbindung, wie der Stadtplanungsausschuss des Stadtrats am Dienstagabend einstimmig beschlossen hat.

In der Guerickestraße entsteht auf dem ehemaligen Gelände des Betonteilwerks ein neues Wohngebiet mit 361 Wohnungen für circa 700 Bewohner, einige sind schon bezogen. Doch noch müssen die Bewohner zum Teil mehr als einen Kilometer zur nächsten Bushaltestelle gehen, wie Stadtwerk-Betriebsleiterin Sandra Schönherr im Planungsausschuss sagte. „Das ist keine übliche Entfernung in Regensburg.“ Bald sollen sie nur noch circa 200 Meter weit haben. Die neue Linie soll am Interims-ZOB am Hauptbahnhof starten und über die Galgenbergbrücke Richtung Süden, die Furtmayrstraße sowie die Safferling- und die Guerickestraße verlaufen. Südlich des Kunstpark-Areals ist zur Wende eine Schleife über die Walderdorffstraße geplant. Zunächst wird der Bus von Montag bis Samstag fahren, voraussichtlich ab April. Im Dörnbergviertel soll dagegen künftig ein großer Bus unterwegs sein. Die Linie 8/18, die, von Grünthal kommend, bisher im Inneren Westen endete beziehungsweise maximal bis Ziegetsdorf fuhr, verlängert das Stadtwerk jetzt montags bis freitags bis zum Uniklinikum; die neue Linie 8 verkehrt dann im 20-Minuten-Takt. Am Samstag verbindet sie Grünthal und die Klenzestraße in Königswiesen. Die Sonntags-Pause erklärte Schönherr auf Nachfragen von Stadträten mit Personalnot. Für die Verbesserungenwill die Stadt circa 506.000 Euro im Jahr ausgeben.

Johann Brandl, Vorsitzender des Bürgervereins Süd-Ost, freut sich sehr über die neue Linie in die Guerickestraße, mit der sich eine „Uralt-Forderung“ des Vereins erfüllt. „Das ist wirklich wichtig, dass endlich mal öffentlicher Nahverkehr in die Ecke reinkommt.“ Wenn mehr Bebauung weiter im Osten da sei, etwa der Sportpark Ost und die Wohnungen auf dem Areal der ehemaligen Prinz-Leopold-Kaserne, sei eine Verlängerung wünschenswert. Schon jetzt fordert er für die Guerickestraße, „dass man sofort die Fahrradstraße reinbringt“, wenn jetzt Parkplätze für den Bus weichen müssen. Denn die neue Route an der Bahn lasse auf sich warten. Diesem Wunsch erteilte Tanja Flemmig, Chefin des Stadtplanungsamts, allerdings eine Absage. Eine Fahrradstraße sei nur dort möglich, wo der Radverkehr überwiege. „Im Moment parken auch einfach zu viele Autos in den Straßen.“

Auch im Stadtwesten verbessert sich der ÖPNV: Der Rote-Brach-Weg bekommt 2023 für rund 105000 Euro eine Haltestelle „Großprüfening“.