Edeka & Co.: 8500 Quadratmeter füllen sich im neuen Nahversorgungszentrum

Seit 2019 wird am Stadtrand von Bad Kötzting an einem neuen Nahversorgungszentrum gebaut. Investor Matthias Altmann blickt kurz vor dem Einzug der letzten gewerblichen Mieter auf das Projekt zurück.
Der Wind weht eiskalt an diesem Februar-Morgen. Matthias Altmann steht auf dem noch offenen zweiten Stock des Rohbaus der sogenannten Wohnanlage zwei. Noch vor vier Jahren hätte er von hier aus auf einen Industriebetrieb geblickt, rostige Rohre, alte Werkshallen. Heute erstrecken sich auf den Dächern vor ihm zwei Märkte, ein dritter wird gerade fertiggestellt, am Ende des Areals steht ein mehrstöckiges Wohngebäude vor dem Hintergrund der Wallfahrtskirche Weißenregen.
Ob er es wieder anpacken würde, so eine Industriebrache wiederzubeleben? „Im Nachhinein sagst natürlich ja“, meint er und lacht. Dabei hatte er in der Bauphase nicht nur mit der Corona-Pandemie, sondern auch mit gut 30 Prozent steigenden Baupreisen und mehr Altlasten als erwartet im Untergrund zu tun.
Wann zieht Edeka um?
Aldi und dm haben bereits eröffnet, im zweiten Gewerbeblock wird Edeka der größte Mieter, aber viele weitere sind bereits eingezogen. „Es ist nicht immer ganz einfach, dass alle Flächen belegt werden“, weiß Altmann. Wer braucht ebenerdige Zugänge, wer große Fensterflächen? Doch seine Firma habe schon jahrelange Erfahrung und entsprechend lange Listen, auf denen sich Mieter für die zahlreichen Immobilien finden. „Wer bei einer nicht zuschlägt, den fragen wir wieder an, wenn sich etwas Neues ergibt, das passen könnte“, sagt er.
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So haben sich auch Tedi, ein Fachgeschäft für Kinder-Sachen, ein Orthopädie-Fachgeschäft, ein Schönheitsstudio, eine Steuerberatung, ein Fitness-Studio und nun zuletzt auch eine Versicherung gefunden, die hier einziehen werden – und das alles unter dem Aspekt, dass die Stadt sehr genaue Vorstellungen geäußert hatte, was alles nicht in das neue Nahversorgungszentrum, oder nur in gewisser Größe ziehen sollte, um die Geschäfte der Innenstadt zu schützen.
Weiteres Gewerbe geplant
„Ohne die Gemeinden geht es aber auch gar nicht“, sagt Altmann. Egal wo derartige Projekte umgesetzt würden, könne der Investor nie nur allein seine Wünsche umsetzen, aber das brauche es auch gar nicht.
„Ich glaube, wir haben hier was schönes für die Stadt entwickelt“, meint er nicht ohne Stolz. Als Chamer sei er früher gar nicht sooft nach Bad Kötzting gekommen, tue das aber immer lieber, weil er die Dynamik der Kurstadt sehr schätze.
Im April würden mit etwas Verzögerung über die Bauphase dann auch die Räume an Edeka übergeben, wo zum 25. Mai die Neueröffnung geplant sei. Bis Ende des Jahres werde auch die zweite Wohnanlage fertig sein, doch dann seien die Pläne noch nicht vorbei. Am Nordende fänden sich dann noch einige Quadratmeter, wo er sich eine weitere Gewerbeeinheit vorstellen könnte. Mögliche Mieter habe er noch nicht, denn die sollen schon zum Baubeginn mitreden können, was sie sich an dieser Stelle vorstellen könnten.
Doch das habe Zeit bis nächstes Jahr. Der Bedarf, das habe er in den vergangenen Jahren immer wieder gesehen, sei wirklich groß in Bad Kötzting, wo er trotz aller Probleme in den vergangenen Jahren sehr gerne gebaut habe.
