Neue Heimat für Altenkreither Feuerwehr: Gerätehaus wird gebaut

Von Oliver Hausladen · 27. Januar 2023 um 15:00

Die Freiwillige Feuerwehr Altenkreith bekommt bald eine neue Heimat: Einstimmig votierten die Rodinger Stadträte in ihrer Sitzung am Donnerstagabend für den Neubau eines Gerätehauses. Die Gesamtkosten für den dringend nötigen Ersatzbau belaufen sich auf knapp 3,484 Millionen Euro, wie Architekt Florian Brunner vom Büro quadrat 45° berichtete.

Anfang des zweiten Quartals soll die Ausschreibung der ersten Gewerke beginnen, Baubeginn wird im Frühsommer angepeilt. Rund ein Jahr später soll das Projekt abgeschlossen sein. Während der Bauphase ist die Einsatzfähigkeit der durch die nahe Bundesstraße und das Industriegebiet viel beschäftigten Altenkreither Feuerwehr nicht eingeschränkt, da das neue Gebäude auf dem bisherigen Parkplatz nördlich des bestehenden Gerätehauses entsteht.

Handlungsbedarf dringend

Allerdingsist der Platz in den momentanen Räumlichkeiten extrem beschränkt. Das bestehende Feuerwehrhaus wurde 1967 erbaut und 1979 sowie 2004 mit zwei Hallen erweitert, der Platz reicht aber bei weitem nicht mehr aus, weder für die Fahrzeuge, noch für die Mitglieder (derzeit 47 Aktive und elf Jugendliche), etwa beim Schulungsraum. Dazu kamen statische Probleme, so dass der erste Stock im November 2020 gesperrt werden musste.

Auch ist die Technik bei weitem nicht mehr auf dem neuesten Stand. Daher muss so schnell wie möglich ein neues Gerätehaus für die Wehr gebaut werden.

Die Planungen, die laut Brunner „sehr eng mit der Feuerwehr abgestimmt sind“, sehen für den Neubau vier förderfähige Stellplätze für die Feuerwehr-Fahrzeuge vor. In der Halle werden auch eine Werkstatt, Technikräume und Kraftstofflager integriert. In der Bedarfsplanung sei dies auch so abgedeckt. Dazu kommt ein zweigeschossiger Sozialbau mit Aufzug.

Unten sind Umkleiden, Ruheraum, Sanitäranlagen und Büros vorgesehen. Im Obergeschoss soll es Schulungs-, Jugend- und Gemeinschaftsräume geben. Diese werden etwas größer ausfallen als rein für die Feuerwehr nötig wäre, da das Obergeschoss die Abmessungen des notwendigen Erdgeschosses aufnimmt. Die Flächen würden sinnvoll genutzt und das FFW-Haus damit auch zum möglichen Treffpunkt für den ganzen Ortsteil, so der Planer.

Das Gebäude passe sich an die bestehende Bebauung in der näheren Umgebung ein und werde mit einem Satteldach auf dem Sozialbau und dem flach geneigten Pultdach auf der Fahrzeughalle auch nicht höher sein als die umliegenden Gebäude, berichtet der Architekt. Die Vorbereitungen für die Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach seien getroffen, antwortete Brunner auf eine entsprechende Frage von Stadtrat Rainer Schwarzfischer. Die Kosten liegen jetzt etwa sechs Prozent über der ersten Schätzung, allerdings seien dabei die Eigenleistungen der Altenkreither Feuerwehrler (den Bau des rückwärtigen Hallenteils übernehmen die Mitglieder zusammen mit Teilen der Außenanlagen selbst) noch nicht miteingerechnet, erläuterte Brunner.

Zudem sind Förderungen vom Freistaat Bayern nach dem Feuerwehr-Zuwendungsrichtlinien in Höhe von 284000 Euro und durch den Landkreis Cham in Höhe von 5000 Euro für die Integration eines Jugendraums beantragt. Die restlichen Kosten trägt die Stadt.

Zuversicht bei Angeboten

Bei den Ausschreibungen ist der Planer einigermaßen zuversichtlich, gute Angebote zu erreichen, denn: „Momentan gibt es bei den Preisen eine leichte Tendenz nach unten.“

Architekt Florian Brunner (li.) stellte Pläne und Kostenschätzungen im Stadtrat vor. -Foto: Fotos: Oliver Haushalden
In die Jahre gekommen und zu eng: Das bestehende Feuerwehrhaus in Altenkreith entspricht nicht mehr den Anforderungen.