„da Sporrer“ in Neunburg wagt einen Neustart: ein Blick in das neue Hotel

Von Ralf Gohlke · 17. Januar 2023 um 17:00

Baustellen im Haus und vor der Tür sowie das „Nachbeben“ von Corona – 2022 war kein leichtes Jahr für die Wirtsleute Bettina Maier-Wagner und Markus Wagner. Aber dafür erstrahlt das Traditionsgasthaus, dessen Wurzeln bis 1835 zurückreichen, jetzt in neuem Glanz.

Der Um- und Anbau, der nun durch den Abriss des ehemaligen Raiffeisen-Gebäudes und die Neugestaltung der Straßenführung stadteinwärts möglich wurde, hat das Haus aufgewertet. Aus dem „Gasthaus Sporrer“ wurde nun das Hotel und Wirtshaus „da Sporrer“.

Eindrucksvoll wölbt sich der neue Haupteingang in einer einladenden Rundung nach außen. An der Balkonbrüstung erstrahlt in Gold auf Kupfer der neue Name. Innen empfängt den Gast eine großzügige und modern eingerichtete Lobby. Hier kommt jeder sicher gerne an. Für diesen Raum musste allerdings der ehemalige „Sporrer-Saal“ deutlich Federn lassen.

Neuer Restaurantbereich bietet Platz für 80 Gäste

Die Zeiten, in denen dort rauschende Hochzeitsfeste und große Versammlungen stattfanden, sind damit endgültig Geschichte. Entstanden ist dafür ein völlig neu gestalteter Restaurantbereich, der aber auch noch bis zu 80 Personen Platz bietet. Integriert wurde ein Buffetbereich, zum Beispiel für das Frühstücksbuffet der Hausgäste.

Erhalten geblieben sind die beiden anderen Konferenzräume, die über eine Zwischenwand teilbar sind. Dort können bis zu 90 Personen feiern oder tagen. Ebenfalls unangetastet blieb das urige Gastzimmer, das den besonderen Charme bayerischer Wirtshausgemütlichkeit verbreitet.

Hochzeiten gibt’s auch weiterhin

„Wir stehen selbstverständlich als Location für Hochzeiten weiterhin zur Verfügung“, betont Bettina Maier-Wagner. Einer Absprache würde es allerdings in Sachen „Musikbegleitung“ bedürfen, was die Lautstärke und die Dauer beträfe. „Eine Fünf-Mann-Partyband verträgt sich leider nicht mehr mit dem Ruhebedürfnis unserer Hotelgäste“, meint sie und bittet um Verständnis.

Durch die Erweiterung und den Dachgeschossausbau entstanden zwei Suiten und zwei Doppelzimmer mit insgesamt zwölf Betten neu. Die vorhandenen, zum Großteil erst 2011 erneuerten Gästezimmer, wurde bei der Gelegenheit jetzt gleich noch einmal neu gestaltet und komplett renoviert.

Insgesamt verfügt das Haus derzeit über 57 Gästebetten. „Das ist eine Kapazität, mit der sich gut arbeiten lässt“, ergänzt Markus Wagner. Damit könne zum Beispiel die Besetzung eines kompletten Reisebusses untergebracht werden.

Ebenfalls war 2011 bereits der Lift eingebaut worden, um die Barrierefreiheit zu gewährleisten. „Mit dem, was wir jetzt geschafft haben, sind wir ab sofort kein Gasthof mehr, sondern ein Hotel, auch wenn die Bewertung noch aussteht“, betonen beide. Die Besonderheit liege nach wie vor in der Kombination „Hotel mit Wirtshaus“. Dem Gast geboten werde die Qualität und der Service wie in jedem Hotel, aber zusätzlich bayerische Wirtshauskultur. Dies seien einfach die Ansprüche des Gastes an eine moderne Gastronomie.

Tradition trifft Moderne: Vielfältige Angebote für Jedermann

Unter anderem ergäben sich daraus besondere Hausforderungen an die Küche, die dem Spagat zwischen traditionellen Gerichten und den modernen Ernährungsformen bis hin zu vegetarischen und veganen Angeboten gerecht werden müsse. Mit zu diesen Herausforderungen zähle die Suche nach geeignetem Personal. Rund 30 Beschäftigte sorgten mittlerweile beim Sporrer für das Wohl der Gäste,vom Mini-Jobber bis zur Vollzeitkraft in der Küche und im Service.

Der Entschluss, mit dem Umbau gleich einen kompletten Neustart, vom Logo bis zum Gesamtkonzept, vorzunehmen, habe von Beginn an festgestanden. Nicht alles sei reibungslos verlaufen und auch jetzt seien noch nicht alle Aufträge abgearbeitet. Der nächste Schritt seien die Außenanlagen. Auf dem Parkplatz sollen zwei Ladestationen für E-Fahrzeuge integriert werden. Schwierig sei in dem Zusammenhang ohnehin die Frage nach einer zukunftssicheren Energieform. Prognosen zu erstellen sei momentan eher schwierig. Die frisch gebackenen Hoteliers laden aber schon jetzt zur Einweihung mit „Tag der offenen Tür“ am Samstag, 12. März, ab 15 Uhr ein.

Aus dem Saal wurde ein moderner Restaurantraum, in dem auch ein Buffetbereich integriert wurde. -Foto: Ralf Gohlke
Sie sind jetzt echte Hoteliers: Bettina Maier-Wagner und Markus Wagner. -Foto: Ralf Gohlke
Mittlerweile sind es gut 30 Beschäftigte, die sich um das Wohl der Gäste sorgen. -Foto: Sporrer
Die Zimmer sind alle neu gestaltet worden. -Foto: Ralf Gohlke