Hier investiert Regensburg in den nächsten Jahren 718 Millionen Euro

Das Regensburger Investitionsprogramm 2022 bis 2026, das der Stadtrat am kommenden Dienstag verabschieden soll, ist 718 Millionen Euro schwer. Die größten Brocken im Überblick.
Neue Brücke und Parkhaus
In Bauen, Wohnen und Verkehr fließt traditionell die größte Summe. Diesmal sind es 178 Millionen, das entspricht gut 21 Prozent des Gesamtbudgets. DerAusbau der Frankenstraßeeinschließlich des Neubaus dersanierungsbedürftigen Frankenbrückeschlägt mit 20,6 Millionen Euro zu Buche (Gesamtkosten 42,8 Millionen Euro). Er soll voraussichtlich 2025 beginnen und 2028 abgeschlossen sein. Für das Parkhaus auf dem Gelände desAlten Eisstadions, das bis 2025 stehen soll, sind 18,7 Millionen Euro veranschlagt (insgesamt 19 Millionen) und für den städtischen Kostenanteil für den Hochwasserschutz an Donau und Regen 11,2 Millionen Euro. Die Umsetzung des 65-Millionen-Projekts hat 2008 begonnen und soll 2030 abgeschlossen sein.
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Hohe Summen für Schulen
Bildung zählt neben Klima und Digitalisierung zu den „Zukunftsthemen“, in die Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer (SPD) verstärkt investieren will. Bis 2026 will die Stadt 151 Millionen Euro für Schulen ausgegeben. Einzelne Projekte haben wegen ihrer Kosten bereits für Aufsehen gesorgt. Darunter ist der laufende Neubau des Schulzentrums Sallerner Berg, für das in den kommenden Jahren 50,8 Millionen Euro fließen sollen und insgesamt 90,2 Millionen Euro, ebenso wie derneue Osttrakt des Werner-von-Siemens-Gymnasiumsfür 80,8 Millionen Euro, wovon 37,4 Millionen bis 2026 anfallen. Künftige Projekte sollen günstiger werden: Mittlerweile ist eine Mehrheit im Stadtrat dafür, bei Schulen mehr auf vorgefertigte Module zu setzen als auf Architektenwettbewerbe.
Erweiterung fürs Klärwerk
Die Kanalsanierung zählt traditionell zu den großen Posten im Investitionsprogramm, was auch das Budget für öffentliche Einrichtungen und Wirtschaftsförderung so umfangreich macht. Diesmal ist es mit 137 Millionen Euro das Drittgrößte. 21,2 Millionen Euro sind für 25 Kanalerneuerungen eingeplant. Dazu kommen 2022 bis 2026 38,2 Millionen Euro für das Klärwerk. Es ist zu klein für Regensburg und das angeschlossene Umland und in die Jahre gekommen, die Erweiterungen und Erneuerungen sollen insgesamt 77 Millionen Euro kosten. Zehn Millionen Euro sind für die Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs eingeplant. Davon profitiert der Busverkehr; die Stadtbahn hat ein eigenes Budget.
Spitzenreiter Kasernenareal
Die Entwicklung und Erschließung des Geländes vonPrinz-Leopold-Kaserneund Pionierkaserne schlägt vor allem im Budget für „wirtschaftliche Unternehmen, Grund- und Sondervermögen“ zu Buche. 62,9 Millionen Euro sollen zwischen 2022 und 2026 ausgegeben werden (insgesamt 114,5 Millionen), damit sich das Areal im Stadtosten zumsozialen, innovativen und grünen neuen Stadtquartierentwickelt: Ein Teil davon ist für den derzeit laufenden Abbruch nötig, weitere Mittel sind etwa für einen Zuschuss für die Stadtbau und das Konzept für die Erzeugung von Erneuerbaren Energien eingeplant. Darüber hinaus hat die Stadt knapp 15 Millionen Euro für den Kauf unbebauter Grundstücke vorgesehen.
Großprojekt für den Sport
Für dieses Großprojekt hat sich die Koalition trotz Sparzwang entschieden:Der Sportpark Ost für circa 50 Millionen Euroauf dem ehemaligen Neuen Technischen Bereich der Prinz-Leopold-Kaserne soll die Sportstadt Regensburg stärken, dringend benötigte Wasserflächen für Vereine und Schwimmkurse bringen und außerdem ein klimafreundliches Leuchtturmprojekt sein. 2022 bis 2026 fallen 16,9 Millionen Euro für die Leichtathletik-Trainingshalle an und 19,7 Millionen Euro für das Hallenbad; das macht einen Großteil des 58-Millionen-Euro-Budgets für Gesundheit, Sport und Erholung aus. Mit 3,8 Millionen Euro fördert die Stadt Sportvereine, etwa die Legionäre, die ihr Landesleistungszentrum sanieren.
Eine Kita nach der anderen
Investitionen in die Kinderbetreuung machen einen großen Teil des 47-Millionen-Euro-Budgets für soziale Sicherung aus. 13 Millionen Euro hat die Stadt für eigene Kitas eingeplant. Zum Teil fallen sie für Projekte an, die 2023 endlich fertig werden sollen – so das Kinderhaus in der Hedwigstraße im Stadtwesten – zum Teil für kleinere, die Lücken schließen sollen, wie eine Naturgruppe für das Rubina. Unter den neuen Projekten sind auch wegen des kommenden Rechtsanspruchs für Schulkinder mehrere Horte. Die Stadt investiert auch 18,8 Millionen Euro in Bau- und Ausstattungskostenzuschüsse, mit denen sie Vorhaben Dritter unterstützt. 3,8 Millionen Euro fließen in den Neubau des Jugendzentrums Königswiesen, der 2023 beginnen soll.
Dauerbrenner Feuerwehr
Das Budget für öffentliche Sicherheit und Ordnung ist deutlich geschrumpft, auf jetzt 29 Millionen Euro. Das liegt daran, dass das 54-Millionen-Euro-Projekt neue Hauptfeuerwache größtenteils abgewickelt ist. Mit 13,7 Millionen Euro schlägt die neue Heimat für die Berufsfeuerwehr in der Greflingerstraße im Stadtosten aber immer noch stark zu Buche.
Großes Depot für die Museen
Ein Großprojekt dominiert auch das 24-Millionen-Euro-Budget für Wissenschaft, Forschung und Kulturpflege. 16,8 Millionen Euro werden für den Neubau des Zentraldepots für die Museen an der A3 fällig, 2023 steht der Umzug an. Für dieUmgestaltung des Keplerhausessind 3,2 Millionen Euro (Gesamtkosten sechs Millionen) drin.
Millionen fürs Rathaus
Im Verwaltungsbudget, das 22 Millionen Euro groß ist, machen Investitionen in die EDV den Löwenanteil aus. 12,7 Millionen Euro investiert in die Stadt in Informations- und Kommunikationstechnik. Auch das Neue Rathaus kostet die Stadt Millionen: Allein die Leasingrate macht 1,5 Millionen Euro jährlich aus. Dazu kommen etwa Kosten für den Umbau des Gebäudes im Minoritenweg.





