Rodinger Flussbühne steht nun im Regen
In den letzten Wochen des Jahres tut sich einiges am Rodinger Regenufer: Nachdem vergangene Woche die ersten beiden Teile für die neue Geh- und Radwegbrücke nach Mitterdorf angeliefert und eingehoben wurden, wird seit Mittwoch auch die neue Flussbühne an ihren Bestimmungsort montiert.
„Wenn nichts mehr dazwischen kommt, werden wir diese Woche noch fertig“, freut sich Architekt Florian Brunner vom Büro quadrat 45°. Auch Bürgermeisterin Alexandra Riedl ist erleichtert und froh, dass das Projekt nach einigen Verzögerungen nun kurz vor der Fertigstellung steht.
Spezialgeräte im Einsatz
Baulich ist die Regenbühne, die ein Alleinstellungsmerkmal für Roding bilden soll, nach dem Einbauarbeiten fertig. Geländer, Überdachungs-Segel und ein mobiler Steg werden nur bei Veranstaltungen angebracht und lagern ansonsten im Bauhof, um den Ausblick auf den Fluss und die Stadtsilhouette nicht dauerhaft zu beeinträchtigen.
Mit Spezialgeräten und einigem Aufwand wird die etwa 200 Quadratmeter große Bühne, eine Betonplatte auf einer Stahlkonstruktion, zentimetergenau auf ihre vorbestimmte Position gebracht. Bei Veranstaltungen werden die Terrassenstufen am Regenufer als Terrasse dienen.
Die derzeitige Kälte behindere die Einhub- und Montagearbeiten nicht, erläuterte Brunner, macht es allerdings für die Arbeiter nicht gerade angenehmer. Deshalb gehe auch großer Dank an die beteiligten Firmen, „die sich bei Wind und Wetter reinhängen, damit alles klappt“. Der Architekt, für den das Projekt etwas ganz Besonderes ist („Man darf nicht oft eine Flussbühne entwerfen“) ist erleichtert, dass es nach einigen Verzögerungen nun doch noch gelingen sollte, in diesem Jahr fertig zu werden.
Komplizierte Planung
Zwei Jahre lang hat er gemeinsam mit der Stadtverwaltung an den Plänen gearbeitet, zahlreiche Fachstellen wurden befragt und deren Belange sowie Bedenken berücksichtigt. Es gab einiges zu beachten, so muss die Brücke etwa bei einem Hochwasser oder bei einem Eisstoß gesichert sein, was durch das hohe Eigengewicht gewährleistet werde. „Um so schöner ist es zu sehen, dass nun alles an seinen Platz kommt“, erläuterte Brunner.
Ein lange gehegter Wunsch für Roding gehe in Erfüllung, freut sich auch Bürgermeisterin Riedl. Im Frühjahr oder Sommer werde die erste Veranstaltung auf der Regenbühne stattfinden, kündigte sie an, einen genauen Zeitplan gibt es noch nicht, denn: „Wir wollten erst einmal sichergehen, dass bei Bau und Einhub alles funktioniert.“ Die Bühne biete sich dabei für ein breites Spektrum an Veranstaltungen an, erläuterte die Rathaus-Chefin.
Kosten wird die Bühne nach einer aktuellen Schätzung etwa 450000 Euro, wobei der Stadt ungefähr 100000 Euro als Eigenleistung bleiben, der Rest fließt aus Fördertöpfen.
Anwohner klagte
Recht zum Betrieb einer Wasserkraftanlage:Das Verwaltungsgericht Regensburg hat den Antrag eines Anwohners gegen den Bau der Regenbrücke abgelehnt. Diesem war es um sein Recht auf den Betrieb einer Wasserkraftanlage gegangen. Ein Sachverständiger legte allerdings dar, dass die Flussbühne den Betrieb einer solchen Anlage nicht gefährdet.
Bau vorübergehend eingestellt:Nach einer ersten Klage hatte das Chamer Landratsamt noch die Genehmigung zum Weiterbau bestätigt, nach einem zusätzlichen Antrag des Anwohners an das Verwaltungsgericht den Bau aber doch vorübergehend eingestellt. Dann wurde erneut die Genehmigung zum Weiterbau erteilt, die das Verwaltungsgericht bestätigte.