Schwarzbuch: Regensburg zahlt knapp 900.000 Euro für ein Klo

Von Mittelbayerische Zeitung · 19. Oktober 2022 um 16:49

In der Oberpfälzer Bezirkshauptstadt kritisieren die Buchautoren eine 890 000 Euro teure Toilettenanlage. „Auch in diesem Jahr schafft es wieder einmal ein „stilles Örtchen“ in das Schwarzbuch“, heißt es bei dem Verband süffisant.

Das WC-Bauwerk in Regensburg bietet allerdings auch einen überdachten Wartebereich für Busfahrgäste. Der Steuerzahler-Bund sieht zwar die Notwendigkeit einer modernen barrierefreien Toilette, diese sei aber auch im Regensburger Zentrum preiswerter zu haben.

Die Stadtverwaltung sieht das anders und verweist unter anderem auf den Status der Großstadt als Weltkulturerbe: „Es ist schwierig im historischen Altstadtbereich und Welterbe eine angemessene, gestalterische Antwort auf die vielschichtigen Anforderungen und Auflagen eines Servicegebäudes zu finden“, kontert eine Sprecherin die Kritik. Vor den Planungen habe es daher sogar einen öffentlichen Wettbewerb zur Neugestaltung des Platzes gegeben. Letztlich sei eine angemessene Lösung gefunden worden, „die sich an diesem sensiblen Ort, trotz industrieller Fertigung der WC Module, zu recht von der Anmutung eines Autobahn-WC„s abhebt“.

− dpa