Kreisrat Scheingraber verlässt die ÖDP

Von Martin Hladik · 21. Januar 2022 um 18:45

Die Auseinandersetzung in der Chamer ÖDP geht weiter. Nach Ex-Bundestagskandidaten Sönke Siebold verlasst nun auch Dr. Stefan Scheingraber die Partei. Doch was ist mit seinem Kreistagsmandat in Cham?

Das will er behalten. In einer kurzen Stellungnahme erklärte die Co-Vorsitzende des ÖDP-Kreisverbandes, Ruth Meissner, dass sie dies für die ÖDP bedauere. Ansonsten sei dies Sache von Dr. Scheingraber. Meissner: „Seine Wirksamkeit im Kreistag hält sich in Grenzen!“ Vom Austritt Scheingrabers sei sie allerdings ausschließlich über die Medien informiert worden.

Was Scheingraber jetzt vor hat

Dies ist bereits der zweite Austritt prominenter Parteimitglieder aus der Öko-Partei. Erst vor wenigen Tagen hatte der ehemalige Bundestags - und Landratskandidat der ÖDP sein Parteiaustritt erklärt. Hintergrund beider Parteiaustritte ist der Protest gegen die staatlichen Coronamaßnahmen, in dem sich sowohl Siebold, als auch Scheingraber engagieren. Scheingraber kündigte via Facebook an, dass er seine Kreistagsarbeit im Sinne der „Naturschutz- und Energiewendeverbände“ fortsetzen wolle.

Bereits im Oktober war Scheingraber als Vorsitzender der Kreis-ÖDP zurückgetreten. Damals hatte er den Rücktritt mit dem Widerstand der Landes-ÖDP gegen das gescheiterte Volksbegehren „Landtag abberufen“ begründet. Seit dem Rücktritt Scheingrabers bilden Ruth Meissner und Florian Gruber die Doppelspitze der ÖDP im Landkreis Cham.

Streit mit der neuen ÖDP-Spitze

Mit den beiden neuen Vorsitzenden liegt Scheingraber allerdings im Clinch. Meissner wirft er auf seiner Facebookseite vor, gegen Siebold „zu hetzen“ und bei Gruber ärgert er sich über ein „schlechtes Arbeitszeugnis“, das ihm dieser ausgestellt habe.