Nach der Galeria-Rettung in Regensburg: Was wird aus dem Restaurant?

Schon im Erdgeschoss herrscht wildes Treiben. In der Kaufhof-Filiale am Neupfarrplatz in Regensburg läuft der Ausverkauf. Dabei geht es weiter. Noch unklar ist aber vor allem die Zukunft einer Perle über den Dächern der Stadt: Wie geht es mit dem Restaurant im vierten Stock mit Dachterrasse weiter?
Die Pressestelle von Galeria Karstadt Kaufhof reagiert schon seit Wochen nicht mehr auf Anfragen. Pressesprecher bekommt man keine ans Telefon. Man solle doch eine weitere Mail schreiben, wird ausgerichtet. Aber Antworten bleiben aus.
Galgenstimmung bei den Mitarbeitern
Unter den wenigen noch verbliebenen Mitarbeitern herrscht noch die Galgenstimmung, die man in den unteren Etagen nicht mehr findet: Die, die geblieben sind, freuen sich, dass es weitergeht. Im Restaurant sagt eine Mitarbeiterin nur: „Wir wissen überhaupt nichts.“ Noch sind die Kündigungen zum 30. Juni ausgesprochen.
Während sich der Konzern mit den Mitarbeitern des Warenhauses auf Rücknahme der Kündigungen einigen möchte, liegen den Mitarbeitern des Restaurants – darunter Küchen- und Kassenkräfte – noch keine solchen Angebote vor. Die Jobaussichten wären jedenfalls in der Gastronomie derzeit ohne Zweifel hervorragend. „Aber wenn man nicht mehr in die Gastronomie will“, seufzt ein Mitarbeiter und zuckt die Schultern.
Genehmigung gilt weiter
Doch wie leicht wäre es, im Obergeschoss des Gebäudes ein neues Gastronomie-Konzept zu etablieren? Aus Sicht der Stadt steht dem wenig entgegen. „Die Baugenehmigung gilt auch weiter, wenn ein Inhaberwechsel für das Restaurant erfolgt“, sagte Stadtsprecherin Juliane von Roenne-Styra auf Anfrage. Voraussetzung sei allerdings, „dass keine genehmigungspflichtigen baulichen Veränderungen vorgenommen werden und der Betrieb im Wesentlichen gleichbleibt“. Damit wäre klar, dass beispielsweise das Anbringen von Sonnensegeln etwa bei der Stadt beantragt werden müsste. Derzeit ist die große Terrasse noch kaum vor Sonneneinstrahlung geschützt, ein Investor, der eine solche Gastronomie dort betreiben würde, würde mit Sicherheit daran etwas ändern. Anders sieht es mit der Konzession aus: „Da eine Gaststättenerlaubnis jedoch eine rau- sowie personenbezogene Erlaubnis darstellt, wäre bei einen Inhaberwechsel beziehungsweise bei einem Wechsel des Gaststättenbetreibers ein neuer Antrag auf Erteilung einer Gaststättenerlaubnis zu stellen“, so die Stadtsprecherin.
Fitnessstudio im Keller?
Wie gut die Chancen stehen, dass die Gastronomie weiterhin von Galeria betrieben wird, ist unklar. In einigen Städten wird sie mit dem Warenhaus geschlossen, in anderen bleibt das Warenhaus, aber ohne Restaurant-Betrieb.
In Saarbrücken wird das Warenhaus geschlossen, doch das Restaurant bleibt – doch diese ungewöhnliche Konstellation ist die Ausnahme. Derweil gibt es bereits zahlreiche Interessenten an einer gastronomischen Nutzung sowohl der Dachterrasse, als auch ein Konzept, wie der etwa 400 Quadratmeter große Keller unter dem Edeka genutzt werden könnte. Ein Fitnessstudio wäre in dem Konzept ebenso beinhaltet wie die Nutzung als Club. Einen separaten Zugang zu diesen Räumen gibt es tatsächlich.


