Mühlbauer AG: Umsatz bricht leicht ein

Von Evi Paleczek · 5. August 2021 um 17:30

Der Jahresumsatz hat sich 2020 im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent verringert, die Mitarbeiterzahl der Mühlbauer Holding AG ist erneut leicht gesunken. Das geht aus einer Pressemitteilung des Konzerns im Nachgang zur jährlichen Aktionärsversammlung am Donnerstagvormittag vor Ort in Roding hervor. Was bedeutet das für die Zukunft des Unternehmens?

Es gehe positiv weiter, heißt es. Im ersten Halbjahr 2021 habe die Firma ihren Umsatz von 130 Millionen Euro im Vorjahr auf 158 Millionen Euro steigern können. Und für das zweite Halbjahr gehe der Vorstand derzeit für den Gesamtkonzern trotz Pandemie ebenfalls von einer weiterhin guten Entwicklung aus. Die Aktionäre bekämen für das Geschäftsjahr 2020 -wie auch 2019- pro Aktie eine Dividendenausschüttung von 1,50 Euro.

Auftragseingang ist gestiegen

Aufgrund der Pandemie war die Öffentlichkeit - Gäste wie Medien - ausgeschlossen von der Versammlung am Donnerstag. Laut Pressemitteilung verzeichnete der Global Player 2020 eine Gesamtleistung von 283 Millionen Euro (2019: 287 Millionen Euro). Der Auftragseingang sei von 306 Millionen Euro im Vorjahr auf 326 Millionen Euro angestiegen. Dafür seien alle Geschäftsfelder verantwortlich. Während der Auftragseingang im Bereich Automation um zehn Prozent gestiegen sei, hätten die Felder Precision Parts & System sowie Tecurity aber nur leichte Zunahmen von zwei beziehungsweise einem Prozent verzeichnet. Hier hätten sich die Folgen der Pandemie stärker ausgewirkt.

Auch im ersten Halbjahr 2021 sei der Auftragseingang weiter gestiegen, von 123 Millionen Euro im Vorjahr auf 199 Millionen Euro. Im Geschäftsfeld Automation habe es allerdings kaum Wachstum gegeben. Hier sehe sich die Mühlbauer Gruppe einem herausfordernden Markt in den Bereichen Halbleiter und Chipkarte gegenüber. Gute Prognosen gebe es für die Bereiche RFID und Zukunftstechnologien. Um die vorhandenen Marktpotenziale gewinnen zu können, versuche das Unternehmen, Synergien über die gesamte Gruppe hinweg zu heben.

Verhaltener Markt

Für die Geschäftsbereiche Precision Parts & Systems sowie Tecurity sei es zu deutlichen Portfolio-Zuwächsen gekommen. Sie seien hauptsächlich darauf zurückzuführen, dass ein sehr hoher Auftragswert für eine sechs Jahre gültige Konzession zur Ausgabe von ID-Dokumenten angefallen sei. Im Feld Precision Parts & Systems rechnet der Konzern aufgrund der Pandemie mit einem sehr verhaltenen Markt, auch wenn es in vereinzelten Branchen positive Tendenzen gebe. Im Zentrum stehe hier der Ausbau von Flexibilität und Geschwindigkeit.

Geschäftsjahr:Geschichte:International:Entwicklung:

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2020 hat sich der Umsatz des Unternehmens Mühlbauer von 287 Millionen Euro im Vorjahr auf 283 Millionen Euro verringert.Die 1981 von Josef Mühlbauer gegründete Firma beschäftigte Ende 2020 weltweit 3150 Mitarbeiter (2019: 3218; 2018: 3344). Gestartet mit Präzisionsteilen für die Luft- und Raumfahrt produziert der Betrieb heute vor allem Sicherheitssysteme.An 35 Orten auf drei Kontinenten ist Mühlbauer aktuell tätig. Das mache das Unternehmen flexibel und geschäftstüchtig - auch in Zeiten von Corona.Mühlbauer setzt auf Zukunftstrends wie virtuelle Dokumente, mobile Verifikation, innovative Verschlüsselungstechniken, Digitalisierung und transparente Produktionsabläufe. Am Standort Nitra wird dafür ein neues Innovationszentrum aufgebaut.

Auch im Bereich Tecurity begegne das Unternehmen dem zunehmenden Wettbewerbsdruck und komplexeren Bietungsverfahren mit Schnelligkeit, Flexibilität, Verlässlichkeit, Unabhängigkeit sowie der Nutzung konzerninterner Synergien, heißt es. Zukunftstrends seien hier virtuelle Dokumente, mobile Verifikation und innovative Verschlüsselungstechniken. Der Konzern habe sich in diesem Bereich mit eigenen Produkten optimal platziert.