War es das für den „Würstl Toni“?
Seit Januar 2017 fehlt die „Würstl Toni“-Imbussbude am Regensburger Kornmarkt. Metzger Hans Dollmann schmiedete Pläne, den Kultstand wieder zu eröffnen, doch bislang fehlt von der Wurstbraterei jede Spur. Jetzt gibt es neue Infos.
Auf Nachfrage der Mittelbayerischen sagt Dollmann, dass er den Würstl Toni definitiv nicht mehr eröffnen werde. Für die Kehrtwende seien sowohl gesundheitliche Gründe als auch Corona verantwortlich. Detaillierter wollte sich Dollmann nicht äußern.
Stadt wusste von nichts
Die Stadt erfuhr durch die Anfrage der Mittelbayerischen von Dollmanns Entscheidung und zeigte sich überrascht. „Wir haben seit längerer Zeit nichts von ihm gehört. Vielleicht auch wegen Corona“, sagt Stadtsprecherin Juliane von Roenne-Styra. Um das Kapitel abschließen zu können, müsse Dollmann laut von Roenne-Styra sein Angebot offiziell zurückziehen: „Erst dann können wir einen Haken dahinter setzen.“ Die Stadt werde laut der Pressesprecherin jetzt auf Dollmann zugehen. Denn Gedanken über das weitere Vorgehen bezüglich des Standes könne sich die Stadt erst nach einem formellen Rückzug machen.
Dollmanns Planungen für den neuen Imbissstand waren 2019 schon weit fortgeschritten. Es gab einen ersten Entwurf der Stadtplaner und die Burgweintinger Firma Strunz&Strunz hatte den Auftrag zur Umsetzung der neuen Würstchenbude erhalten.
Der Nachfolge-Stand vom Würstl-Toni sollte laut Planung 4,90 Meter lang und 3,20 Meter breit sein. Zwei Verkaufsfenster mit einer Theke dazwischen waren geplant. Doch es kam immer wieder zu Verzögerungen, unter anderem, weil laut Stadt Unterlagen gefehlt hätten. Dollmann wollte das so in einem früheren Gespräch nicht bestätigen.
„Würstl Toni“-Ära endet vor fast vier Jahren
Seit fast vier Jahren fehlen den Regensburgern nun schon die Würstlbude am Alten Kornmarkt und die beliebte „Knackersemmel mit allem“. Die letzten Würstl legten „Würstl Toni“ Anton Erl, sein Sohn Markus und die damalige Imbissbesitzerin Erika Schmidl an Silvester 2016 auf. Damals feierten rund 500 Regensburger denAbschied des Kultimbisses, dessen 105-jährige Geschichte am Neujahrsmorgen 2017 zu Ende ging.