Die „Akte Köblitzplatte“ wird in diesen Tagen geschlossen
Die „Akte Köblitzplatte“ wird in diesen Tagen geschlossen. Die ehemalige Familienferienstätte bei Burglengenfeld wurde abgerissen, das Gelände ist jetzt im Besitz der HeidelbergCement AG. In den nächsten Tagen schon soll Humus aufgetragen und Rasen angesät werden.
Jahrelang hatte das Thema Köblitzplatte für Gesprächsstoff in der Stadt und in den Gremien des Stadtrates gesorgt. Zuletzt hatte die Stadt in den Jahren 2004 und 2005 versucht, das Familienhilfswerk Bayern, den Trägerverein der Einrichtung, mit „finanziellen Geldspritzen“ vor der Insolvenz zu retten. Alle Versuche, so Bürgermeister Heinz Karg, seien gescheitert, so dass die beliebte Familieneinrichtung Insolvenz anmelden musste.
Mehrere Versteigerungstermine brachten kein Ergebnis, so dass sich letztendlich die Stadt bereit erklärt hatte, das Areal für 100 000 Euro zu ersteigern.
Nachdem das vorgelegte Konzept der Verwaltung, auf der Köblitzplatte ein neues Baugebiet auszuweisen, auf heftige Kritik gestoßen war, bat Karg die HeidelbergCement AG, das Areal zu erwerben, die Gebäude abzubrechen und das Areal ansonsten wieder der Natur zu überlassen.
Nach „schwierigen Verhandlungen“ habe das Zementwerk dem Grundstücksgeschäft zugestimmt. Im Kaufpreis von zwei Millionen Euro sind neben der Köblitzplatte auch Grundstücke enthalten, die das Zementwerk für die Erweiterung des Steinbruchs benötigt und die es bisher von der Stadt gepachtet hatte. Auch die Abbruchkosten in einer Höhe bis maximal 150 000 Euro werden vom Zementwerk übernommen. Auf der Köblitzplatte bleibt nur das Haus Mariä bestehen, in dem ein Teil der städtischen Musikschule untergebracht ist, sowie das Vereinshaus für die Burgritter, den Fischerverein und die Trachtler. Das Zementwerk, so Karg, leiste damit einen entscheidenden Beitrag, das Problem Köblitzplatte einer zufriedenstellenden Lösung zuzuführen.