Holetschek und Füracker übergeben dicken Scheck für Haus der Gesundheit

Hohen Besuch konnten Landrat Willibald Gailler und Zweiter Bürgermeister Jakob Wittmann in Parsberg (Landkreis Neumarkt) empfangen. Mit Albert Füracker und Klaus Holetschek kamen gleich zwei Staatsminister in das ehemalige Kreiskrankenhaus. Sie überreichten für das Haus für Pflege und Soziales einen Förderbescheid über 5,37 Millionen Euro.
Die geplante Einrichtung in Parsberg wird 77 Dauer-Pflegeplätze mit eingestreuter Kurzzeitpflege, 30 Tagespflegeplätze, einen ambulanten Pflegedienst sowie ein Quartiersbüro beinhalten. Eine hochwertige energetische Sanierung des gesamten Gebäudebestandes wird für einen nachhaltigen ökonomischen und ökologischen Betrieb sorgen. Insgesamt werden an dem Standort rund 23 Millionen investiert.
„Leuchtturmprojekt“ für die Region
Das Haus für Pflege und Soziales wird laut Klinikum Neumarkt mittelfristig „eine entscheidende Ergänzung für die Sicherung der Betreuung und Pflege älterer Menschen in der Region sein“. Die konsequente Umsetzung der Konzeption eines Quartierhauses nach den Richtlinien des Kuratoriums Deutsche Altenhilfe werde ein „Leuchtturmprojekt in der Stadt Parsberg und der Region“ darstellen.
Finanzminister Albert Füracker betonte: „Mit unserer staatlichen Förderung wollen wir Impulse setzen, dass Pflegeeinrichtungen gerade auch im ländlichen Raum geschaffen werden“. Es freue ihn, dass der Umbau des Gesundheitsstandorts Parsberg zügig voranschreite. Das neue Haus für Pflege und Soziales in Parsberg werde die stationäre und die häusliche Pflege in der Region stärken und so einen entscheidenden Beitrag zur flächendeckenden Versorgung älterer Menschen in Bayern leisten.
Holetschek: Menschen sollen zwischen Pflegeangeboten wählen können
Ihm sei es wichtig, dass pflegebedürftige Menschen möglichst nahe an ihrem bisherigen Lebensmittelpunkt bleiben können, ergänzte Gesundheits- und Pflegeminister Klaus Holetschek. „Dafür brauchen wir Pflegeangebote, die sich den Menschen und ihren Bedürfnissen anpassen.“ Pflegebedürftige sollten möglichst wählen können, an welchem Ort und auf welche Weise sie leben und gepflegt werden möchten.
Individuelle Angebote seien dabei eine tragende Säule der pflegerischen Versorgungsstruktur, die der Freistaat mit dem bayerischen Förderprogramm „PflegesoNah“ konsequent weiter ausbauen wolle. So stelle sich das Haus für Pflege und Soziales insbesondere auf die stetig zunehmende Anzahl der Menschen mit Demenz ein. „Dieser Aspekt freut mich ganz besonders, denn wenn Menschen an Demenz erkranken, ist das für ihr Umfeld eine große Herausforderung“, sagte Holetschek. Die Einrichtung werde einen großen Beitrag dazu leisten, dass Angehörige Pflegeverantwortung abgeben könnten – sei es stundenweise oder gar durch einen Umzug der Betroffenen ins Haus für Pflege und Soziales.
Investitionen in Höhe von 45 Millionen Euro
Landrat Willibald Gailler freut sich schon auf den geplanten Campus. Er werde mit dem vorgesehenen Konzept zu einem neuen Zentrum der ärztlichen und pflegerischen Versorgung mit hoher Strahlkraft über den gesamten südöstlichen Landkreis Neumarkt hinaus, prognostizierte Gailler.
Das Klinikum investiere in den kommenden Jahren 45 Millionen Euro in diesen Standort – davon mehr als die Hälfte in das Haus für Pflege und Soziales. „Umso mehr bin ich froh darüber, dass mit dem Förderbescheid ein Meilenstein absolviert werden konnte. Ich bin überzeugt davon, dass die medizinische und pflegerische Versorgung in Parsberg nach Fertigstellung aller Maßnahmen besser sein wird als jemals zuvor.“ Zweiter Bürgermeister Jakob Wittman freute sich, dass der Stadt Parsberg so viel Vertrauen für dieses Projekt entgegengebracht wird.