„Schwer zu überbietender Erfolg“: Begeisterte Bilanzen zum Frühlingsfest in Cham

Von Johannes Schiedermeier · 23. Mai 2023 um 05:00

Cham. „Das ist eigentlich kaum noch zu übertreffen, was da los war. Und die Rückmeldungen sind von allen Seiten extrem gut“, sagt der Vorsitzende des Volksfestvereins. Christian Plötz kann sich an keinem der Frühlingsfesttage über mangelnden Besuch beschweren. Und auch das Festwirts-Ehepaar Sina und Franz Widmann ist begeistert: „Es war eine richtig gute Entscheidung, nach Cham zu gehen!“

Am Montagmittag traf sich Vereinsvorsitzender Christian Plötz noch mit den Schaustellern zu einem abschließenden Mittagessen im Festzelt. Anschließend stand die Bilanz dann fest: „Optimales Wetter, guter Umsatz, super Besuch, kaum Kritik!“

Frühlingsfest Cham: Schausteller sehr zufrieden

Die Standbetreiber seien sehr zufrieden gewesen mit ihren Umsätzen. Das gelte diesmal durch die Bank für Fahrgeschäft-Betreiber über die Imbissbuden bis hin zu Schießstand und Trampolin. „Alle waren sich einig, dass Wetter, Besuch und Umsatz ebenfalls gepasst haben“, berichtet Plötz von dem Treffen. Selbst dem kalten Wind an den ersten Festabenden sei es nicht gelungen, die Leute vom Platz zu fegen.

An sämtlichen Festtagen seien Platz und Zelt sehr gut gefüllt gewesen. „Es war zwar nie so, dass wir sicherheitstechnisch an eine Schließung hätten denken müssen, aber es war schön voll“, so der Volksfestvereins-Vorsitzende. Selbst der Sonntag, der immer etwas ruhiger sei, könne als normal besucht bilanziert werden. „Es war ein ständiges Kommen und Gehen“, so Plötz.

Was die unangenehmen Vorfälle betrifft, so hätten sich auch diese nach Angaben der Security im Rahmen gehalten. „Du schaffst es bei so vielen Tausend Besuchern nie, dass nicht auch ein paar darunter sind, die sich nicht benehmen“, sagt Plötz. Er wisse, dass es vonseiten der Polizei ein paar Platzverweise gegeben habe. Der Volksfestverein habe aber heuer selbst kein Hausverbot ausgesprochen. „Wir hatten ein paar Schubsereien und einige kleinere Prügeleien. Und am Samstag hatte der Rettungsdienst etliches zu tun mit Schnittwunden, Stürzen und sonstigen Alkoholproblemen“, berichtet Plötz. Auch ein paar Polizeieinsätze habe es gegeben. Die Beamten hätten ständig Präsenz gezeigt, insbesondere gegen Ende des Festes. „Wenn dann die Letzten nach Hause müssen, dann ist das sehr hilfreich“, so Plötz.

Cham: Festwirte freuen sich auf 2024

Die Festwirte Sina und Franz Widmann freuen sich schon auf 2024. Sina Widmann stellte fest: „Wir waren sehr positiv überrascht: nette Leute, gute Stimmung, das Zelt voll und Glück mit dem Wetter.“ Es sei eine richtige Entscheidung gewesen, einen Zwei-Jahresvertrag für Cham zu unterschreiben.

Der Umsatz bei Getränken und Speisen sei sehr gut gewesen. „Mir blutet auch das Herz, wenn ich die Preise sehe, die wir angesichts der Inflation festlegen mussten. Aber es gab keinerlei negative Rückmeldungen“, so Widmann.

Voll des Lobes waren die Festgäste insbesondere über die große Anzahl und die Schnelligkeit der Bedienungen. Gibt es ein Geheimnis dahinter, dass das so gut läuft? Sina Widmann lacht: „Wir haben ein tolles Team und einen sehr guten Chefkellner. Der organisiert das und sorgt dafür, dass es gerecht zugeht und jeder zum Zug kommt. Dann ist es ein schönes Arbeiten und die Leute bleiben.“

Die heftigen Räusche im Umfeld des Festes können übrigens nicht von der hohen Stammwürze des Bieres kommen. „Es ist ein Festbier. Es ist süffig, aber es ist nicht so gebraut, dass man gleich zu Boden geht. Nach einer Maß geht dann aber halt auch eine zweite...“ Ob es auch an den flotten Bedienungen gelegen hat, die das Bier schnell auf den Tisch brachten? Sina Widmann lacht und findet die Idee von Bürgermeister Martin Stoiber „gewagt, aber witzig“.

Viel Lob gab es für die schnellen Bedienungen auf dem Frühlingsfest.