Bürgerbegehren pro Halle will jetzt durchstarten und 1500 Unterschriften sammeln

Furth im Wald. Nachdem am Dienstagabend im Stadtrat eine Parkarena vorgestellt wurde, die anstelle der abzureißenden Festhalle entstehen soll, hat sich jetzt Johann Gruber von der Bürgerinitiative, die genau das verhindern will, zu Wort gemeldet.
Für die Realisierung der in der Stadtratssitzung vorgestellten Pläne zur Errichtung einer Park-Arena auf der Festwiese, für die zuvor die Further Festhalle abgerissen werden müsste, würden demnach mehrere Millionen Euro veranschlagt. Die Initiatoren des „Bürgerbegehrens zum Erhalt der Festhalle“ wollen deshalb im Hinblick auf die hohen Kosten und weitere Folgekosten sowie insbesondere die Vernichtung der Festhalle und des großen PV-Potenzials auf dem Dach der Halle erreichen, dass die Further Bevölkerung selbst entscheiden kann, ob die Festhalle abgerissen wird oder nicht. Ähnlich hatte sich Stadtrat Günter Stelzer bei einer Informationsveranstaltung ausgedrückt. Er sagte: „Die Halle gehört den Further Bürgern, deswegen sollen sie entscheiden.“
Parkarena in Furth im Wald: Kosten viel zu hoch
Zu den vorgestellten Plänen für die spätere Nutzung der Parkarena, einer Freiluftbühne mit teilweiser Überdachung sagt Gruber, man habe dies als Wunschkonzert für Projekte gehalten, die ohne zusätzliche Kosten weitgehend auf dem Promenadenplatz am Drachensee, im Tagungszentrum ATT und in der bestehenden Drachenstich-Festhalle durchgeführt werden könnten.
Die Kosten für den Bau der Park-Arena würden auf mindestens zwei Millionen Euro Euro veranschlagt - davon eine Million Euro aus der Stadtkasse. Dem widerspricht Bürgermeister Sandro Bauer: Er führte im Rahmen der Stadtratssitzung aus, dass die für die Landesgartenschau vorgesehenen Gelder bereits in den Haushalten 2021 bis 2026 zweckgebunden gedeckelt seien. Eine darüber hinaus gehende Belastung des Haushaltes gebe es nicht. Gruber weiter: „Dazu kommen noch die Kosten der Verkleidung der noch sichtbaren Abbruchflächen der Schützenhalle (Beträge wurden nicht genannt). Der Abriss der nicht defizitären Festhalle mit Abrisskosten bis ca. 200000 Euro, die Ablösung der PV-Anlage (mit ca. 160000 Euro veranschlagt) sowie die Vernichtung des Verkehrswerts der Festhalle (ca. 1,2 Millionen Euro) und des Photovoltaikpotenzials würden hohe Kosten mit sich bringen.“
Erhalt der Festhalle in Furth im Wald spart Geld
Der Erhalt der Festhalle bedeute neben hohen Einsparungen auch, dass die Drachenvorführungen im Freien statt in der Park-Arena weiter vor der Drachenhöhle stattfinden könnten. Mit der derzeitigen Gestaltung von Tribüne und Einfriedung des Freigeländes vor der Drachenhöhle sei allerdings kein Staat zu machen. Mit vergleichsweise geringen Kosten könne auf dem Freigelände vor der Drachenhöhle mit einer neuen Tribüne mit Überdachung für ca. 400 Besucher eine Aufwertung der Drachenhöhle erreicht werden. Für diese Maßnahmen und für eine neue Einfriedung des Freigeländes kämen Fördermöglichkeiten durch EUREGIO im Rahmen der Projektförderung für Großprojekte in Betracht. Die Unterschriftensammlung für das Bürgerbegehren zum Erhalt der Festhalle sei in spätestens zwei Wochen abgeschlossen. Aus den Plänen sei ersichtlich, dass die Festhalle und die geplante Park-Arena dieselbe Grundfläche umfassen und damit die Gestaltung der übrigen Festwiese für die Landesgartenschau nicht tangieren. Vorwürfe, dass der Weiterbestand der Festhalle die Landesgartenschau 2025 beeinträchtige oder gar gefährde, seien deshalb völlig haltlos. Vielmehr würden sich durch den Wegfall der auf dem Entwurf erkennbaren Bepflanzung des Schutthügels für den Arena-Park mit etlichen schon ziemlich großen Bäumen erhebliche Einsparungen ergeben.
• Unterschriftenlisten liegen während der Öffnungszeiten im Café Mühlberger und bei Elektro Krämmer in der Lorenz-Zierl-Straße aus. Unterschriebene Listen - auch wenn es weniger als fünf Unterschriften sind - sollten umgehend in den Briefkasten am alten Feuerwehrhaus in der Von-Müller-Straße eingeworfen werden.