Bei der Firma Schindler in Wiesing entstehen die „Fassaden der Zukunft“

Roding. Internationaler Player aus Roding: Beeindruckt zeigte sich Landrat Franz Löffler am Dienstag bei der Besichtigung der Schindler Fenster und Fassaden GmbH.
„Großen Respekt“ zollte Löffler der Firma. Durch viel Innovationskraft gelinge es dem Traditionsunternehmen, im internationalen Wettbewerb nicht nur mitzuhalten, sondern voranzugehen. „Hier entstehen die Fassaden der Zukunft“, befand Löffler.
Die Geschäftsführer Michael Schindler und Gerhard Lehner gaben den Gästen, dabei waren unter anderem auch Rodings Bürgermeisterin Alexandra Riedl und die Wirtschaftsreferentin des Landkreises Cham, Isabella Bauer, zunächst einen kurzen Überblick über die Geschichte des Unternehmens, die Entwicklung und aktuelle Großaufträge, bevor die Produktionshallen in Augenschein genommen wurden.
Bereits 1931 gegründet
Bereits 1931 wurde die Firma gegründet. Über neun Jahrzehnte hinweg wuchs der Betrieb von einer einstmals kleinen Schreinerei zu einem international tätigen Gebäudehüllen-Spezialisten heran.
Inzwischen arbeiten mehr als 300 Mitarbeiter auf einer Büro- und Fertigungsfläche von über 30 000 Quadratmetern bei der Schindler GmbH, der Jahresumsatz liegt bei mehr als 50Millionen Euro.
Holz, Metall, Glas und Aluminium werden in Wiesing zu individuellen Fassaden verarbeitet, viele Großaufträge für prestigeträchtige Projekte im In- und Ausland hat das Rodinger Unternehmen bereits bekommen und auch zahlreiche Preise eingeheimst.
Beratung, Planung, Produktion, Montage und Wartung kommen dabei aus einer Hand – ein großer Vorteil für viele Kunden. Auch eine eigene zertifizierte Teststation, die fertigen Fassadenteile prüft, hat das Unternehmen, das ausschließlich in Wiesing produziert.
Anforderungen steigen stetig
Die Anforderungen an moderne Fassaden würden stetig steigen, so die beiden Geschäftsführer. Vor allem der Nachhaltigkeitsgedanke komme immer mehr ins Spiel, weshalb Holz bei den Kunden immer gefragter werde.
Für das Unternehmen sei es wichtig, auf Ausbildung zu setzen, so haben für das neue Lehrjahr bereits zehn Jugendliche und junge Erwachsene einen Vertrag unterschrieben. Die Auftragslage sei gut, freuen sich Schindler und Lehner, die Beschaffungskosten für Materialien hätten sich wieder etwas normalisiert, blicken sie auch optimistisch in die Zukunft.
An aktuellen Großprojekten laufen unter anderem die Fassaden für ein neues Laborgebäude in Darmstadt, für die Konzernzentrale des TÜV Süd in München, für das Verwaltungsgebäude des Öko-Energieversorgers Entega in Darmstadt, für den „Innovationsbogen“ in Augsburg, für das Strafjustizzentrum in München, für das Quartier Heidestraße in Berlin und für das Gymnasium am Salzsenderweg in München.
Produktion und Verwaltung komplett in Wiesing
Bürgermeisterin Alexandra Riedl zeigte sich sehr erfreut, dass das Unternehmen nach wie vor die komplette Produktion und Verwaltung in Wiesing hat.